02.06.2014
FLUG REVUE

Airbus A350 im simulierten LinieneinsatzA350 beginnt Streckenflugerprobung mit Passagieren

Am Montag hat in Toulouse der Airbus A350-Prototyp MSN2 die Streckenflugerprobung mit Test-Passagieren begonnen. Flugbegleiter von Air France und Lufthansa umsorgen die Airbus-Mitarbeiter bei dem ersten technischen Funktionstest aller Bordsysteme unter den späteren Alltagsbedingungen.

Airbus A350 XWB MSN2 erste Ankunft in Hamburg-Finkenwerder Landung

A350-Prototyp MSN2, hier bei einer Landung in Hamburg, absolviert am Montag den ersten "Early Long Flight" mit Test-Passagieren. Foto und Copyright: Airbus  

 

Der A350-Prototyp MSN2 sei um 9.20 Uhr in Toulouse-Blagnac zum ersten Flug der "Early Long Flight"-Kampagne (ELF) gestartet, teilte Airbus mit. Dieser Praxistest sei kein vorgeschriebener Teil des offiziellen Zulassungsprogramms, sondern er trage zur Ausgereiftheit des Flugzeugs bei der Indienststellung bei.

Bei den beiden in dieser Woche stattfindenden Passagier-Testflügen werden 250 Testpassagiere befördert. Es handelt sich dabei ausschließlich um Airbus-Mitarbeiter, die an Bord von 30 Kabinenexperten beobachtet werden. Die Flüge finden unter den simulierten Bedingungen des späteren Liniendienstes statt. Die Betreuung der Fluggäste und den vollen Kabinenservice übernehmen reguläre Flugbegleiter von Air France und Lufthansa.

Am Montag Mittag befand sich der im regulären Passagierterminal von Toulouse abgefertigte Flug "AIB27CF" über Norwegen. Gegen 13 Uhr schien das Flugzeug, laut der Karte auf der Webseite "Flightradar 24", nördlich von Bodö zu wenden und ohne Landung Kurs Richtung Toulouse zu nehmen. Die Flugdauer ist mit etwa sieben Stunden geplant. Auf den Air-France-Bordkarten für die Test-Passagiere war als Flugnummer "AF ELF1" verzeichnet, als Start- und Zielflughafen Toulouse.

In Zukunft wird auch der zweite A350-Prototyp mit Passagierkabine, MSN5, bei Streckenflügen mit Passagieren eingesetzt. Diese "Route Proving"-Flüge steuern bevorzugt die Flughäfen späterer A350-Betreiber an, um Abfertigungstests und die Ausbildung von Personal zu ermöglichen. MSN5 dürfte demnächst die Lackierhalle verlassen, um auf den Erstflug vorbereitet zu werden.



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