16.12.2014
FLUG REVUE

Testrumpf geht in RenteA350-Bruchzelle verlässt den Testhangar

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Belastungstests und des Zulassungsprogramms hat Airbus den Toulouser Spezialhangar geleert und die dortige A350-Testzelle MSN5000 auf das benachbarte Ausrüstungsvorfeld der A380-Endmontage geschleppt.

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Beim Ultimate-Load-Test in Toulouse wurden die Flügelspitzen der A350-Testzelle MSN5000 über fünf Meter nach oben gebogen, ohne dass der Flügel brach. Foto und Copyright: Airbus  

 

Aktuelle Fotos aus Toulouse zeigen den mit Flügeln ausgestatteten, statischen A350-Testrumpf MSN5000 auf dem Vorfeld in Toulouse. Er war bei Belastungstests kurzzeitig mit 150 Prozent der höchsten Last, die jemals in einem Flugzeugleben auftritt, beaufschlagt worden, ohne dass bleibende Schäden zurückbleiben durften. Dazu war die Bruchzelle in einem mit 235 hydraulischen Stellzylindern versehenen, tief im Boden verankerten Spezialgerüst eingespannt worden. Airbus hatte den Flügel nach diesem sogenannten "Ultimate-Load-Test" nicht noch für weitere Tests bis zum absichtlichen Bruch überlastet, da offenbar die Computerauswertung der über 10000 Messkanäle beobachteten Strukturdaten ausreichende Angaben über die verbleibenden Festigkeitsreserven lieferte.

Absichtliche Bruchtests mit den extrem widerstandsfähigen CFK-Flügeln gelten als besonders heikel, da der Flügel splittern kann, wobei gesundheitsschädlicher Staub frei werden kann, der aufwändig gereinigt werden muss. Auch Boeing hatte deshalb bei der 787 auf einen Test bis zum absichtlichen Bruch verzichtet, nachdem der Dreamliner alle geforderten Nachweise erbracht hatte. Als nächste Bruchzelle dürfte, ein Termin ist noch nicht bekannt, auch die A350-1000 den Toulouser Spezialhangar beziehen. Im zweiten Halbjahr 2016 soll diese gestreckte Version zum Erstflug starten.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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