29.06.2016
FLUG REVUE

Verbesserter PW-Getriebefan im neuerlichen HitzetestAirbus A320neo nochmals in Al Ain

Nach dem jüngsten Hitzetest eines späteren Lufthansa-Kundenflugzeugs ist am Mittwoch eine A320neo von Airbus nochmals zu Hitzetests nach AI Ain in Abu Dhabi geflogen.

Airbus A320neo Al Ain PW Getriebefan Hitzetests

Der Airbus A320neo-Prototyp F-WNEO ist erneut für Hitzetests in Al Ain eingetroffen. Foto und Copyright: Airbus  

 

Der A320neo-Prototyp F-WNEO flog am Mittwoch als Flug "AIB6101" aus Toulouse nach Abu Dhabi, wo auf dem Flughafen Al Ain neuerliche Hitzetests mit dem optimierten Serientriebwerk anstehen dürften.

In den vergangenen Wochen hatte Airbus bereits das künftige Lufthansa-Kundenflugzeug D-AUBG zu ähnlichen Hitzetests nach Al Ain entsandt. Dieses Flugzeug mit der neuesten, verbesserten Getriebefan-Serienversion hatte allem Anschein nach aber im Lauf der Tests einen Triebwerkswechsel auf der linken Seite nötig. Darauf deuteten der Besuch einer A400M aus Toulouse und ein Wartungszelt am linken Triebwerk hin. Diese reparierte A320neo kehrte anschließend nach Toulouse zurück und flog von dort aus am Mittwoch nach Kiruna in Nordschweden.

Dagegen dürfte F-WNEO, sehr wahrscheinlich ist sie inzwischen ebenfalls mit der neusten Getriebefan-Serienvariante ausgestattet worden, in Al Ain nun noch einmal testweise alle kritischen Anlasstests durchlaufen. Die neuen Triebwerke hatten anfangs eine überlange Abkühlphase vor dem Wiederanlassen gebraucht und mussten minutenlang durch sogenanntes "Motoring" (Anlassumdrehungen ohne Kraftstoffeinspritzung) "gelüftet" und damit gekühlt werden.

Durch Detailverbesserungen am Triebwerk sind diese Probleme mittlerweile in der Serie, laut Airbus, ausgeräumt worden. Allerdings muss der praktische Beweis nun noch in Abu Dhabi unter extremen Hitzebedingungen und nochmals ohne jegliche Störung erbracht werden. Der Prototyp F-WNEO hat, anders als das spätere Kundenflugzeug für Lufthansa, dazu eine große Messwarte und spezielle Sensorik an Bord. Damit kann der Triebwerksbetrieb in jedem Detail beobachtet werden, um den Kunden die Beseitigung jeglicher Probleme praktisch nachweisen zu können.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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