12.05.2017
FLUG REVUE

Early Long Flight simuliert spätere Praxisbedingungen Airbus A350-1000 absolviert Testflug mit 310 Passagieren

Mitarbeiter von Airbus und Virgin Atlantic waren als Testpassagiere auf einem "Early Long Flight" der neuen A350-1000 an Bord. Dabei konnte das Flugzeug bereits unter den Bedingungen des späteren Liniendienstes geprüft werden.

Airbus A350-1000 ELF Start Toulouse

Ein Test-Airbus A350-1000 startete mit 310 Passagieren zum "Early Long Flight". Foto und Copyright: Airbus  

 

Die Test-A350-1000 mit der Werknummer MSN065 startete am 11. Mai in Toulouse und kehrte nach einem 12-stündigen Flug einen Tag später dorthin zurück, meldete Airbus am Freitag. An Bord waren 310 "Passagiere", Airbus-Mitarbeiter, darunter zehn Flugtest-Spezialisten, und Angestellte von Virgin Atlantic, sowie eine 13-köpfige Kabinenbesatzung. Die Passagiere und Crew mussten, gemäß der Testregie, alle Kabinensysteme ausprobieren und benutzen, von der Klimaanlage über Bordküchen, Elektrik, Beleuchtung, Akustik, Bordunterhaltungssystem, Toiletten und Wassersystem.

Airbus A350-1000 Early Long Flight Kabine

In der Kabine werden beim "Early Long Flight" alle Abläufe eines späteren Linienfluges nachgestellt. Foto und Copyright: Airbus  

 

Early Long Flights (ELF) gehören nicht zum technischen Zulassungsprogramm. Airbus bewertet damit den Passagierraum und die Kabinensysteme im Flug. So können Kabinenverfahren optimiert werden, damit sie bei der Indienststellung voll ausgereift sind. Die intensiven Zulassungsprüfungen für die A350-1000 laufen planmäßig auf die Musterzulassung zu. Wenn diese erteilt ist, wird das Flugzeug im zweiten Halbjahr 2017 den Liniendienst aufnehmen. 

Als jüngstes Mitglied der neuen Familie von Airbus-Großraumflugzeugen weist die gestreckte A350-1000 weitreichende Kommunalität mit der A350-900 auf: Die Teile stimmen zu 95 Prozent überein, und für beide Modelle gilt die gleiche Piloten-Musterberechtigung. Unterschiede sind der längere Rumpf für 40 zusätzliche Passagiere, die modifizierte Flügelhinterkante, das neue sechsrädrige Hauptfahrwerk und die stärkeren Trent-XWB-97-Triebwerke von Rolls-Royce. Bisher haben zwölf Kunden auf fünf Kontinenten insgesamt 211 Airbus A350-1000 bestellt.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Airbus-Prototyp mit neuartigem Tanksystem A350-1000 reist zu Tanktests nach Wales

03.05.2017 - Airbus hat den A350-1000-Prototypen MSN071 bis Donnerstag zu Tanktests nach Cardiff geschickt. Hier wird das Tanksystem des zweistrahligen Riesen bis Donnerstag für die Zulassung getestet. … weiter

Kundenflugzeug für Virgin America Airbus übergibt erste A321neo

20.04.2017 - In Hamburg-Finkenwerder hat Virgin America am Donnerstag den ersten Airbus A321neo übernommen. Der neue Star der Airbus-Standardrumpfflugzeuge ist bei "VX" mit CFM LEAP-1A-Triebwerken ausgestattet. … weiter

Längster Airbus-Zweistrahler kreist über Moron A350-1000 schließt Lärmtests ab

07.04.2017 - Das A350-1000 Testflugzeug MSN065 hat am 5. April eine Lärmtestkampagne im spanischen Moron abgeschlossen. Seit Ende März war der neue Zweistrahler dort mit Spezialtechnik "belauscht" worden. … weiter

Airbus Customer Definition Center wächst Airbus erweitert Hamburger Kabinenzentrum

03.04.2017 - Das bisher für Kunden der A350 genutzte Kabineneinrichtungszentrum von Airbus in Hamburg wird erweitert und künftig auch Kunden der Airbus-Programme A320 und A330 beraten. … weiter

Airbus A350-1000 Flugtestkampagne in Südamerika

27.03.2017 - Die A350-1000 musste sich auf hochgelegenen Flugplätzen und unter warmen Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit beweisen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 06/2017

FLUG REVUE
06/2017
08.05.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Ryanair: Billig-Gigant in der Offensive
Kabinendesign: Wie eng sitzen wir morgen?
Marinehubschrauber: Die Alleskönner für den Bordeinsatz
US Navy: Teststaffel in Pax River
Raumtransporter: So kommt lebenswichtige Fracht zur ISS
Hightech-Triebwerke: Power für Business Jets

aerokurier iPad-App