24.11.2016
FLUG REVUE

Gestreckte Variante des Airbus-ZweistrahlersA350-1000 hebt zum Erstflug ab

In Toulouse startete am Donnerstagvormittag der erste Prototyp des Airbus A350-1000 zu seiner Premiere in der Luft. Der Erstflug dauerte etwas mehr als vier Stunden.

Airbus A350-1000 MSN059 Erstflug 24.11.2016

Am 24. November hob der erste Prototyp des Airbus A350-1000 zum Erstflug ab.Foto und Copyright: Airbus  

 

Der Airbus A350-1000, MSN059, hob am Donnerstag um 10.42 Uhr in Toulouse ab. Es ist der erste Flug des längsten Airbus-Zweistrahlers, der unter der Kennung F-WMIL fliegt. Der Flug mit der Nummer AIB01L startete bei feuchtem Wetter am Flughafen Toulouse-Blagnac Richtung Norden, zur stadtabgewandten Seite. Begleitet wurde die A350-1000 von einem Fotoflugzeug, am Boden beobachteten zahlreiche Airbus-Mitarbeiter und Journalisten den Start. Airbus übertrug das Event live über den Videoübertragungsdienst Periscope.

Die Crew für den Jungfernflug besteht aus Testpilot Hugues Van Der Stichel, seinem Kollegen Frank Chapman und Flugtestingenieur Gerard Maisonneuve. An den Flugtestkonsolen in der Kabine sitzen Patrick du Ché, Head of Flight & Integration Tests; Emanuele Costanzo, Head of A350 Development Flight Tests und Flugtestingenieur Stéphane Vaux.

Das Flugzeug flog mehrere Schleifen entlang der Pyrenäen südlich von Toulouse. Dabei wurden in einer Höhe von rund 10.000 Fuß unterschiedliche Geschwindigkeiten zwischen etwa 155 und 250 Knoten getestet. Die A350-1000 landete nach vier Stunden und 18 Minuten wieder in Toulouse-Blagnac.

Airbus plant Indienststellung vor Ende 2017

Zur Vorbereitung auf den Erstflug hatte die erste A350-1000 in den vergangenen Wochen Rolltests mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchgeführt. Erst am Dienstag hatte der Prototyp den letzten Hochgeschwindigkeitsstartabbruch-Test bestanden. Der Erstflug läutet nun die Flugtestphase ein.

Aufgrund der Erfahrungen mit der A350-900 kann das Testprogramm kürzer ausfallen. Insgesamt setzt Airbus mit drei Flugzeugen weniger als ein Jahr an. Die A350-1000 soll noch vor Ende 2017 in den Dienst gehen.

Der auf 73,78 Meter Rumpflänge gestreckte Airbus-Zweistrahler soll der Boeing 777-300ER Konkurrenz machen. Das Flugzeug wird von zwei Rolls-Royce Trent XWB-97 angetrieben. Mit ihrem Fandurchmesser von drei Metern und jeweils 431 Kilonewton Schub sind es die stärksten Triebwerke, die Airbus je an einem Passagierflugzeug verwendet hat.

Ulrike Ebner/Sebastian Steinke/KS


Weitere interessante Inhalte
Billiger in der Herstellung und einfacher im Aufbau Airbus entwickelt einteiligen CFK-Flügelmittelkasten

18.01.2017 - Airbus-Ingenieure in Nantes und Toulouse haben einen einteiligen CFK-Flügelmittelkasten entwickelt, mit dem man die Herstellungskosten um 20 Prozent vermindern kann. … weiter

Premiere des neuen Airbus-Zweistrahlers Erstflug des Airbus A350-1000

04.01.2017 - Das längste A350-Familienmitglied, der Airbus A350-1000, startete Ende November 2016 mit den stärksten Triebwerken der Europäer in Toulouse zum Erstflug. … weiter

Vertragliche Übergabe in Toulouse Lufthansa übernimmt ihre erste A350

19.12.2016 - Die Deutsche Lufthansa hat am Montag in Toulouse ihren ersten Airbus A350 übernommen. Der neue Großraumzweistrahler wird am Mittwoch nach Deutschland gebracht. … weiter

Sektionsmontage aus A330-Teilen Airbus beginnt Endmontage der Beluga XL

09.12.2016 - In Toulouse hat am Freitag die Endmontage der ersten Beluga XL begonnen. Der interne Spezialtransporter für Airbus soll in nur fünf Exemplaren gebaut werden. … weiter

Restrukturierung der Airbus-Konzernspitze Enders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

05.12.2016 - Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App