02.09.2013
FLUG REVUE

Airbus-Chef fliegt im Cockpit mitAirbus A350 erreicht 150 Flugteststunden

Der erste A350-Prototyp MSN001 war bisher 150 Flugteststunden in der Luft. Als Gast war kürzlich auch Airbus-Chef Fabrice Brégier während eines Testflugs an Bord.

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Airbus-Chef Fabrice Brégier im Cockpit von MSN001. Foto und Copyright: Airbus  

 

Das jüngste Airbus-Flugzeugprogramm, A350 XWB, hat seit dem Erstflug am 14. Juni bereits die Marke von 150 Flugteststunden überschritten. Dies meldete Airbus am Montag. Die gesamte Flugtestkampagne bis zur Zulassung wird mit 2500 Stunden angesetzt, wobei insgesamt fünf Flugzeuge zum Einsatz kommen werden. Als nächste A350 wird Prototyp MSN003 zum Testflugteam stoßen. Dieses Flugzeug mit schwerer Flugtestinstrumentierung und Ballasttanks in der Kabine entspricht weitgehend MSN001 und ist bereits fertig gestellt. Als dritte A350 befindet sich auch schon MSN002, noch ohne Triebwerke aber fertig endmontiert, in der Toulouser Ausrüstungshalle. Dieses Flugzeug verfügt erstmals über eine Kabineneinrichtung für technische Tests der Passagiereinrichtungen.

Laut Airbus hat der Vorstandschef und Präsident des Unternehmens, Fabrice Brégier, auch vor kurzem persönlich an einem A350-Testflug teilgenommen. Der "Routine-Testflug" habe etwa drei Stunden gedauert und über Südwest-Frankreich geführt. "Ich bin sehr stolz, in unserem jüngsten Wunderwerk mitgeflogen zu sein", sagte Brégier. "Das Flugzeug liegt sehr sanft in der Luft und ist schon sehr ausgereift, obwohl es sich noch in der Anfangsphase der Tests befindet. Das neue Cockpitlayout mit großen Bildschirmen und Blickfelddarstellungsgeräten ist sehr beeindruckend. Die Piloten werden es lieben, am Steuer so einer Maschine zu sitzen."

Nach einer mehrwöchigen Inspektionspause im Sommer ist der Prototyp A350 MSN001 wieder fast täglich in der Luft. In jüngster Zeit deuten außen angebrachte, wechselnde Messfelder mit Wollfäden und Kameras auf ausführliche Untersuchungen von Luftwirbeln am Flugzeug hin, darunter an der Flügelhinterkante, dem Flügel-Rumpf-Übergang und am Cockpit. Außerdem fliegt das Flugzeug teilweise mit einem speziellen Test-Hecksporn, um bei Starts- und Landungen unterhalb der normalen Geschwindigkeiten das Heck nicht zu beschädigen. Die eigentlichen Vmu-Tests mit absoluter Mininmalfahrt und dem absichtlichen Aufsetzen des Hecks beim Abheben folgen aber erst später im Testablauf.

Auf der Website "Flightradar 24" aufbereitete Radardaten der Flüge zeigten auch schon einen, bisher von Airbus bisher nicht gemeldeten, engen Formationsflug von MSN001 mit dem Airbus A380, F-WWDD aus der Airbus-Flugtestflotte am 23. August und sehr tiefe Flüge nahe der Pyrenäen, die auf Tests des Kollisionswarnsystems hindeuteten. Meistens fliegt die A350 westlich von Bordeaux über dem Atlantik und zieht ihre Bahnen in Nord-Süd-Richtung. Dabei funkte MSN001 am 22. August auch einmal kurzzeitig den Notfallcode 7700. Angeblich hatte dies die Flugsicherung so angefordert, während das Flugzeug Kraftstoff-Schnellablasstests durchführte.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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