18.06.2014
FLUG REVUE

Wüstenbesuch in den EmiratenAirbus A350 schließt Hitzetests ab

A350-Prototyp MSN3 ist von einer Reihe von Hitzetests aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Toulouse zurückgekehrt. Der Zweistrahler aus Verbundwerkstoff wurde dort bei Temperaturen von über 40 Grad in der sengenden Wüstensonne geparkt. Unterdessen bereitet sich die fünfte Test-A350 in Toulouse auf ihren Erstflug vor.

Airbus_A350_MSN5_Rollout_Lackierhalle_Toulouse

Am Abend des 12. Juni 2014 zeigte sich die frisch lackierte, fünfte Test-A350, MSN5 erstmals in Toulouse. Das Flugzeug trägt eine "Kohlefaser-Lackierung" im Stil von MSN2 auf der Heckflosse. Allerdings ist der hintere Rumpfbereich bisher noch weiß.
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Ziel der Tests auf dem Flughafen Al Ain sei die Prüfung der Systeme und Triebwerke unter Hitzebedingungen gewesen, teilte Airbus mit. Die A350 habe unterschiedliche Flug- und Bodentests absolviert, zu denen auch der sogenannte "Heat Soak Test" gehört habe. Dabei parkt das Fugzeug gezielt mehrere Stunden in der Hitze, bevor die Kühlsysteme des aufgeheizten Großraumjets eingeschaltet werden, um die Kabine wieder auf die üblichen Bedingungen zu bringen. Der Kohlefaser-Verbundwerkstoff, aus dem die Struktur des Airbus A350 XWB zu 55 Prozent besteht, kann am Boden Temperaturen von bis zu 105 Grad Celsius ohne Schäden überstehen. Unter Last verträgt das robuste Material immer noch Temperaturen von 80 Grad Celsius.

Airbus A350 XWB MSN3 Take-off Start nach Hitzetests Vereinigte Arabische Emirate

Der A350-Prototyp MSN3 absolvierte Hitzetests in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Foto und Copyright: Airbus  

 

Laut Airbus kommt die A350 ihrer Zulassung im dritten Quartal näher. Bislang seien 2000 Flugteststunden und 460 Testflüge absolviert worden. Man liege weiterhin im Plan, das erste Kundenflugzeug noch vor Jahresende an Qatar Airways zu übergeben. Unterdessen hat in Toulouse auch das fünfte A350-Testflugzeug, MSN5, die Lackierhalle verlassen. Seitdem hatte die Airbus-Produktionsabteilung letzte Arbeiten abgeschlossen und MSN5 an die Flugtestabteilung übergeben. Nach ersten Standläufen der Triebwerke war MSN5 am Mittwoch auf der Webseite "Flightradar 24" bereits bei Bodentests und Rolltests in Toulouse mit eingeschalteter Bordelektronik unter der Flugnummer "AIB01YB" sichtbar. Angeblich ist der Erstflug von MSN5 am Donnerstag geplant.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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