10.02.2016
FLUG REVUE

Längste Version der neuen FamilieAirbus beginnt Endmontage der A350-1000

Bei Airbus in Toulouse hat die Endmontage der ersten A350-1000 begonnen. Die längste Version der neuen A350-Familie soll noch vor Jahresende zum Erstflug abheben.

Airbus A350-1000 Beginn Endmontage

Airbus hat pünktlich mit der Endmontage der ersten A350-1000 begonnen. Diese Version wird auf 74 Meter Länge gestreckt. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die erste A350-1000 gehöre zu drei Flugtestflugzeugen, die für die Erprobung und Zulassung der neuen Version benötigt würden, teilte Airbus mit. Der Erstflug sei bis Ende 2016 geplant, die ersten Auslieferungen begännen ab Mitte 2017.

Um die neue Version möglichst nahtlos in die hochlaufende Taktrate der A350-900 zu integrieren, hat Airbus drei zusätzliche Endmontagestationen in der A350-Linie eingerichtet, die für beide Varianten nutzbar sind. Zunächst befindet sich die erste A350-1000 in der Endmontagehalle auf "Station 50", wo die Rumpfsektionen und das Bugfahrwerk installiert werden. Danach kommt sie in die "Station 40", wo die Flügel und das Hauptfahrwerk montiert werden, bevor auch das Leitwerk folgt.

Um Zeit zu sparen, beginnt Airbus künftig schon während der Strukturmontage mit dem Einbau der Inneneinrichtung und mit dem Einschalten der Bordelektrik. Erst nach dieser Phase werden letzte Strukturarbeiten, Bodentests, Lackierung und Cockpitausstattung abgeschlossen. Dann kann das Flugzeug an das Flugtestzentrum übergeben werden.

Die 74 Meter lange A350-1000 ist mit Rolls Royce Trent XWB-97-Triebwerken ausgestattet, den bisher stärksten bei Airbus verwendeten Antrieben. Die A350-1000 kann in Dreiklassenbestuhlung 366 Passagiere über Entfernungen von bis zu 14800 Kilometern befördern. Zehn Kunden haben bereits 181 Airbus A350-1000 bestellt. Der aktuelle Listenpreis des Zweistrahlers liegt in dieser Ausführung bei 355,7 Millionen Dollar.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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