05.04.2012
FLUG REVUE

Endmontage des Airbus A350 XWB beginntAirbus beginnt mit A350 XWB-Endmontage

In Toulouse hat die Endmontage der neuen Airbus-Zweistrahlerfamilie A350 XWB begonnen. Der erste Rumpf dient statischen Belastungstests. Ab Sommer beginnt die Endmontage des ersten fliegenden Prototyps.

A350 XWB erste Endmontage

In Toulouse begann im April 2012 die Montage der ersten Airbus A350 XWB (Foto: Airbus).  

 

Die Endmontage der ersten A350 XWB in der neuen Fertigungslinie in Toulouse sei angelaufen, meldete Airbus am Donnerstag. Dabei werde zunächst die 19,7 Meter lange mittlere Rumpfsektion mit der 21 Meter langen vorderen Rumpfsektion verbunden. 

Diese erste A350 XWB-Flugzeugzelle werde für die statischen Strukturtests verwendet, die bei allen neuen Flugzeuge während des Zulassungsverfahrens durchgeführt würden. Die Montage der ersten fliegenden A350 XWB mit der Seriennummer MSN1 beginne in diesem Sommer.

Ein Beluga-Transporter habe die  mittlere Rumpfsektion  am  4. April von St. Nazaire nach Toulouse geliefert. Die vordere Rumpfsektion sei bereits am 23. Dezember 2011 von St. Nazaire an die A350 XWB-Endmontagelinie geliefert worden. Die Lieferung der hinteren Rumpfsektion aus Hamburg und deren Montage sei für die kommenden Wochen vorgesehen. Anschließend träfen noch die Tragflächen aus dem Airbus-Werk im walisischen Broughton in Toulouse ein.

Der A350 XWB-Rumpf bestehe aus drei großen Rumpfsektionen. Diese Sektionen würden in der ersten Hauptmontagestation (Station 50) zusammengesetzt. Dort werde auch das Bugfahrwerk eingebaut. Sobald diese Phase abgeschlossen sei, erfolge an Station 40 die Tragflächen- und Hecksektionsmontage. Der Kabineneinbau erfolge parallel zur Verbindung der Tragflächen mit dem Rumpf und zur Inbetriebnahme der Flugzeugsysteme. So könnten die Funktionstests schon früher als bei den vorherigen Programmen beginnen.

Die besonders gewichtseffiziente Flugzeugzelle bestehe zu 53 Prozent aus Verbundwerkstoffen, die mit Titan- und fortschrittlichen Aluminiumlegierungen kombiniert seien, so dass der Anteil moderner Werkstoffe an der Struktur insgesamt bei über 70 Prozent liege. Der Rumpf auf Basis von Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK) trage wesentlich zum geringeren Treibstoffverbrauch bei und erhöhe zudem die Wartungsfreundlichkeit. 

Die A350 XWB-Familie umfasse drei Passagierversionen mit einer Langstreckenreichweite von 15580 km: Die A350-800 werde in einer typischen Kabinenkonfiguration mit drei Klassen 270 Passagieren Platz bieten, während die gestreckte A350-900 mit 314 Sitzen und die nochmals verlängerte A350-1000 mit 350 Passagiersesseln bestuhlt würden.

Der A350-Prototyp MSN1, eine A350-900, soll in der ersten Jahreshälfte 2013 zum Erstflug starten.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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