14.04.2015
FLUG REVUE

Früheres Extra wird StandardvarianteAirbus bietet Recaro-Sitz künftig direkt ab Werk an

Airbus wird die bislang nur auf gesonderten Kundenwunsch eingebauten Recaro-Leichtbausitze der Economy Class künftig auch direkt ab Werk als Standardsitz anbieten.

Airbus_A320_Recaro_Sitz_3530_Swift

Airbus nimmt den Recaro-Leichtbausitz "3530 Swift" in den Standardkatalog für die A320-Familie auf. Foto und Copyright: Airbus  

 

Der Sitztyp "3530 Swift" von Recaro Aircraft Seating werde künftig als “supplier-furnished-equipment” für die A320 angeboten, teilte Airbus mit. Damit stehe der auf dem Sitztyp "BL3530" basierende Leichtbau-Sitz für die Economy Class ab Werk und als Nachrüstung standardmäßig zur Verfügung und werde in die Airbus-Ausstattungskataloge aufgenommen.

Der Status "herstellerseitig" statt "kundenseitig" installiert bedeutet, dass der Sitz nun vordefiniert, vorgeprüft und fertig zugelassen in alle Kabinenkonfigurationen des Herstellers passt. Dies spart nachträgliche Anpassungarbeiten und beschleunigt die Kabinenauswahl und -konfiguration für Hersteller und Kunden. Angesichts immer weiter steigender Produktionsraten der Standardrumpffamilie hatte Airbus in jüngerer Zeit teilweise Schwierigkeiten, die erforderlichen Passagiersitze in der benötigten Menge von den bisherigen Lieferanten pünktlich zu erhalten. Dies hatte teilweise sogar die vereinbarten Auslieferungstermine gefährdet.

"Unsere erwiesene Zuverlässigkeit hinsichtlich stabiler Prozesse, bei der Produktqualität und bei der pünktlichen Lieferung hat eine Rolle bei der jüngsten Airbus-Entscheidung gespielt", sagte Mark Hiller, Chief Executive Officer von Recaro Aircraft Seating. Heino Ostermeier, Airbus-Vorstand für die Kabinenausstattung sagte: "Der Sitz '3530 Swift' wird die richtige Lösung sein, um die Kundenerwartung nach kurzen Lieferzeiten, effizienten Auswahlprozessen und nach maßgeschneiderten Lösungen zu erfüllen."

Der Sitz mit 18 Zoll Breite wird wahlweise mit Lederbezügen, besonders dicken Polstern, zusätzlichen Staufächern und sechsstufig justierbarer Kopfstütze geliefert. Außerdem lassen sich Steckdosen für USB-Geräte und PCs installieren. Durch die besonders dünne Bauart der Rückenlehnen sollen sich zusätzliche Sitzreihen an Bord einbauen lassen, ohne den Sitzraum der Passagiere einzuschränken.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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