31.07.2009
FLUG REVUE

Airbus empfiehlt Airlines teilweisen Austausch der StaudrucksondenAirbus empfiehlt A330- und A340-Betreibern Austausch der Thales-Staurohre

Nach dem Airbus-Absturz im Südatlantik hat der Flugzeughersteller gestern in einem Sicherheits-Fernschreiben allen A330- und A340-Betreibern empfohlen, höchstens eine der drei Staudrucksondenpositionen mit einem Staurohr von Thales zu bestücken. Auch die EASA kündigt dazu neue Vorschriften für Staurohre binnen zwei Wochen an.

Wie Airbus heute auf Anfrage der FLUG REVUE mitteilte, sei das Fernschreiben eine freiwillige Empfehlung.

Airbus biete den A330- und A340-Kunden elektrisch beheizte Staudruckmesser von Thales (optional) oder Goodrich (Standard) an. Pro Flugzeug seien drei dieser für die Geschwindigkeitsmessung zuständigen Sonden eingebaut. Die neue Empfehlung laute nun, höchstens eine Sonde des Herstellers Thales zu installieren und die beiden anderen Sonden von Goodrich zu montieren oder alle drei Sonden von Goodrich zu nutzen.

Airbus betonte, dass weiterhin sämtliche ursprünglichen Sonden-Fabrikate und Bauarten die Zulassungsvoraussetzungen erfüllten. Die Vorsichtsmaßnahme sei freiwillig. Man wolle sich die umfangreichere Einsatzerfahrung mit den Goodrich-Sonden zu Nutze machen.

In Zusammenhang mit dem Absturz von Flug AF447 waren Vermutungen laut geworden, vereiste Geschwindigkeitssensoren hätten die Bordcomputer gestört. Die Unfalluntersuchung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Flugdatenschreiber und Stimmrekorder konnten auf dem Grund des Atlantik noch nicht geortet werden. Die Suchaktion dauert an.

Air France hatte nach vereinzelten Zwischenfällen mit vereisten Sonden schon vor dem Absturz freiwillig begonnen, ihre Thales-Staudruckmesser der älteren Bauart "AA" gegen ein neueres Modell der Bauart "BA" des gleichen Herstellers auszutauschen.

-UPDATE-

Die Zulassungsbehörde EASA hat am Freitag angekündigt, neue Vorschriften zum Thema Thales-Staudruckmesser zu erlassen. Es solle nur noch die Nutzung maximal einer "BA"-Sonde von Thales pro Flugzeug gestattet werden. Sonden des Typs "AA" seien künftig nicht mehr zugelassen.



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