29.04.2014
FLUG REVUE

Nächste A320-Generation in der EndmontageAirbus: Erste A320neo im Plan für Erstflug im vierten Quartal

Bei Airbus in Toulouse schreitet die Endmontage der ersten A320neo voran. Rumpf und Flügel sind bereits montiert. Nach den Pylonen sollen als nächstes die beiden PW1100G-JM-Triebwerke folgen.

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Die Endmontage des ersten Airbus A320neo kommt gut voran. Als nächstes werden die beiden Triebwerke montiert. Foto und Copyright: Airbus  

 

Airbus veröffentlichte am Dienstag ein Foto der ersten A320neo. Das Flugzeug mit der Werknummer MSN6101 wird einmal die Registrierung F-WNEO tragen. In der Airbus-Nomenklatur nennt sich die Version Airbus A320-271N. Wie alle A320neo ist auch das erste Flugzeug serienmäßig mit Sharklets an den Flügelspitzen ausgestattet. 

Die im März begonnene Endmontage komme gut voran, so Airbus. Die vorderen und hinteren Rumpfsektionen aus St. Nazaire und Hamburg, die Flügel aus Broughton, das Seitenleitwerk aus Stade, das Höhenleitwerk aus Getafe, die Triebwerksaufhängungen aus St. Eloi (Stadt Toulouse) und die Landeklappen aus Bremen seien bereits montiert worden. Pratt & Whitney bereite die beiden PW1100G-JM-Triebwerke der ersten A320neo bereits auf die Übergabe innerhalb der nächsten Monate vor. Die Flugtestinstrumentierung sei bereits im Rumpf installiert worden.

Airbus plane den Erstflug der A320neo im vierten Quartal 2014 und die Auslieferung der ersten Kundenflugzeuge ein Jahr später. Das Flugzeug erziele eine Verbrauchseinsparung von 15 Prozent. Seit dem Programmstart im Jahr 2010 seien 2600 Aufträge eingegangen, was einen Marktanteil von 60 Prozent bedeute.

Laut bisher nicht offiziell bestätigten Berichten plant Airbus außerdem, die Sitzzahl der A320 durch eine engere Bestuhlung und durch eine optimierte Raumausnutzung für Küchen und Waschäume im Rumpfheck optional von 180 auf 189 Passagiersitze zu bringen, um kapazitätsseitig mit der Boeing 737-800 gleich zu ziehen. Dazu müssten aber angeblich noch die Notausgangstüren über den Flügeln vergrößert werden. Airbus würde hierfür eine Genehmigung der Zulassungbehörden und möglicherweise eine neuen Evakuierungstest benötigen. Der Flugzeughersteller soll derzeit außerdem mit seinen Zulieferern interne Überlegungen erörtern, die A320neo unter dem Projektnamen "Single Aisle Incremental Development (SAID)" durch weitere Modifikationspakete für Avionik, Kabine und Systeme aufzuwerten. Diese noch nicht beschlossene Aufrüstung zur "A320neo Plus" könnte ab etwa 2016 bei A320neo-Serienflugzeugen verfügbar werden.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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