27.10.2014
FLUG REVUE

"ProtoSpace" und "Rapid Architecture Lab"Airbus Hamburg: Neue Forschungslabore für schnellere Entwicklung

Um die schwierige Phase vom Geistesblitz zu dessen Umsetzung schneller zu überbrücken, hat Airbus in Hamburg zwei neue Zentren für die Umsetzung von Konzepten eröffnet: ProtoSpace und Rapid Architecture Lab sollen den Forscherteams künftig die schnellere Umsetzung und Bewertung ihrer Ideen ermöglichen.

Airbus A350 XWB MSN2 erste Ankunft in Hamburg-Finkenwerder Landung

Airbus investiert in Hamburg in neue Forschungslabore, die schnellere Ergebnisse liefern sollen. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die 400 Quadratmeter große Einrichtung ProtoSpace diene der Entwicklung von Konzepten, die dort reifen und in reale Prototypen umgesetzt werden könnten, teilte Airbus mit. Mitarbeiter aus allen Bereichen könnten die Einrichtung nutzen, um dort ohne Zeitverzug zu prüfen, ob sich die Umsetzung ihrer neuen Konzepte auch praktisch lohnen würde. Das neue Zentrum in Hamburg, es gibt in Toulouse, Bangalore und Filton bereits vergleichbare Einrichtungen, besteht aus Arbeitsgruppenräumen und verfügt über die entsprechende Rechnerinfrastruktur. Für die praktische Umsetzung stehen auch Werkstätten und 3D-Drucker bereit. Als Beispiel für die Arbeit zeigte Airbus Tests einer Arbeitsgruppe, die eine ausfahrbare, neue Rollkamera mit Rundumblick für die Rumpfunterseite der A380 entwickelt hat. Deren 360-Grad-Bilder könnten auf Tabletcomputer oder Virtual-Reality-Brillen ins Cockpit übertragen werden.

Erstmals in Hambug hat Airbus außerdem ein ergänzendes Rapid Architecture Lab (RAL) eingerichtet. Es kann mehrere Arbeitsgruppen parallel betreuen und soll möglichst schnell Produktinnovationen und Designkonzepte für die Kabinen entwickeln und testen. Jeweils binnen 100 Tagen soll hier die Machbarkeit neuer Konzepte überprüft werden. Dabei helfen virtuelle Realität und reale Modelle, die hier auch in Zusammenarbeit mit den Kunden getestet werden können. Dadurch will Airbus die Entscheidungsprozesse beschleunigen. Ein Beispiel sei die neue "Space-Flex"-Kabine der Standardrumpfflugzeuge, die im hinteren Bereich durch die Optimierung von Küchen- und Toilettenraumflächen Platz für zusätzliche Sitze gewinnt. Deren Entwicklung habe knapp drei Monate kürzer gedauert, als nach den früheren Verfahren.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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