13.03.2013
aero.de

Airbus hat die letzte bestellte A318 ausgeliefert

Airbus hat laut seines aktuellen Absatzberichts im Februar die letzte noch offene Bestellung für eine A318 erfüllt.

Das Flugzeug mit der Herstellernummer 5478 wurde am 20. Februar als Businessjet an die japanische Universal Entertainment Group übergeben. Der kleinste Vertreter der A320-Serie blieb seit der ersten Auslieferung an Frontier Airlines im Sommer 2003 ein Exot. In zehn Jahren hat Airbus insgesamt nur 79 A318 gebaut.

Bei Fluggesellschaften konnte das Konzept eines 107-Sitzers im A320-Gewand nie wirklich Fuß fassen. Einzig Air France und Avianca vergaben nennenswerte A318-Aufträge an Airbus. Wegen ihres großen Rumpfquerschnitts und ihrer Reichweite war die A318 vor allem als Businessjet gefragt.

Eine interessante Nische für das Flugzeug fand man allerdings bei British Airways. Seit 2009 setzt British Airways zwei A318 mit Steilanflugfähigkeit auf ihrem "Banker Shuttle" von London City nach New York JFK ein. Die Flugzeuge wurden für diese Strecke mit nur 32 Business Class-Sesseln bestuhlt.

Offiziell bietet Airbus die A318 weiterhin an. Spätestens mit dem Übergang zur nächsten Single-Aisle-Generation, der A320neo, dürfte die Zeit der A318 aber endgültig ablaufen - eine A318neo sieht Airbus bislang nicht vor. So ist es gut möglich, dass die MSN 5478 die letzte von Airbus produzierte A318 bleibt.

Boeing hatte im vergangenen Jahr seinen ähnlich glücklosen Wettbewerber 737-600 im Stillen von der offiziellen Angebotsliste genommen. Zuvor war sechs Jahre lang keine 737-600 mehr ausgeliefert worden. Insgesamt wurden nur 69 Einheiten dieses Flugzeugs von Boeing produziert.

"Wenn ein Kunde unbedingt noch eine 737-600 bestellen will, würden wir ihm wahrscheinlich auch eine bauen", sagte Boeing Marketingchef Randy Tinseth im vergangenen Sommer bei einer Präsentation in Frankfurt und ergänzte nach kurzem Überlegen: "Oder versuchen, ihn von den Vorzügen unserer 737-700 zu überzeugen."

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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