03.11.2014
FLUG REVUE

Übersetzung in 3D-KonstruktionssoftwareAirbus Nantes digitalisiert Pläne der A320

Ingenieure von Airbus in Nantes haben damit begonnen, die Maße des A320-Flügelmittelkastens in modernster 3D-Konstruktionssoftware zu erfassen. Die Originalpläne des Verkaufsschlagers lagen bisher nur als klassische 2D-Konstruktionsdaten vor.

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Ein Airbus-Ingenieurteam erstellt derzeit eine digitale Datenbasis des Flügelmittelkastens der A320. Dafür wird auch ein Original-Werkstück mit den vorliegenden, klassischen Konstruktionsplänen verglichen. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die bisher vorhandenen 2D-"Blaupausen" des Flügelmittelkastens der A320 würden in Nantes in 3D-Digitalmodelldaten umgewandelt, teilte Airbus mit. Die Initiative diene dazu, die Produktionsqualität zu erhöhen und die Zulieferer bei der kommenden Erhöhung der Produktionsraten zu unterstützen. Als erster Schritt bei der Erstellung des "Digital Mock Up" (DMU), eines kompletten 3D-Datensatzes der gesamten A320, nehme das Ingenieurteam die Maße an Originalwerkstücken heutiger Flugzeuge ab und korreliere diese Daten mit den vorliegenden Maßen aus den alten Konstruktionsplänen. Anhand dieser Analayse wähle das Standardrumpf-Konstruktionsbüro aus, welches Verfahren man anwenden wolle, um die endgültigen Daten für das DMU-Modell zu gewinnen. Im Dezember erfolge eine nochmalige Bewertungsrunde bevor entschieden werde.

Wenn die "perfekten" Daten erst einmal vorliegen, können die Zulieferer ihre Maschinen damit füttern, so dass stets perfekte Werkstücke mit den perfekten Originalmaßen produziert werden. Moderne Flugzeuge entstehen von Anfang an komplett als elektronische Modelle mit digitaler Konstruktionssoftware. Die A320, Programmstart 1984, Erstflug 1987, stammt jedoch noch aus einer Epoche, in der Flugzeuge als Planskizze auf Papier entworfen wurden. Der Flügelmittelkasten ist das strukturelle Herzstück eines Flugzeugs. Er leitet die Kräfte der Flügel in den Rumpf ein und entscheidet auch über die Möglichkeit, den Rumpf später noch verlängern zu können. Deswegen kommt es hier auf extreme Genauigkeit bei Maßen und Herstellung an.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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