10.01.2014
aero.de

FlugzeugbauAirbus-Programm A319neo verliert Qatar Airways

Airbus verliert einen weiteren Abnehmer für die A319neo. Laut der letzten Zusammenfassung des Auftragsbestands ist ausgerechnet Erstkunde Qatar Airways abgesprungen.

Airbus A320 msn001 sharklets

A320 MSN-001 mit Sharklets (hunting down fuel burn). Sharklets reduzieren den Kerosinverbrauch um ca. 3,5 Prozent. Foto und Copyright: Airbus S.A.S.  

 

Die Airline hat ihren Auftrag über 19 A319neo komplett auf die größere A320neo umgebucht. Das kleinste Modell fällt dadurch auf 39 Bestellungen zurück, was innerhalb der verkaufsstarken neo-Familie einem Anteil von mageren 1,5 Prozent entspricht.

Nur noch Avianca Taca und Republic Airways haben 19 beziehungsweise 20 A319neo bestellt. Hinter dem Auftrag von Republic steht allerdings ein Fragezeichen seit die Airlinegruppe ihre Tochter Frontier Airlines vor wenigen Monaten an einen Investor verkauft hat.

Die A319neo soll ab Frühjahr 2016, sechs Monate nach der A320neo, ausgeliefert werden. Airbus lagen für die neo-Modellfamilie zuletzt 2.539 verbindliche Aufträge und mehr als 1.000 Optionen vor. Der Löwenanteil der Festbestellungen entfällt mit 1.955 Flugzeugen auf die A320neo. Die A321neo wurde 545 Mal bestellt.

Beim Konkurrenzmodell Boeing 737 MAX stellt sich die Situation ähnlich dar. Von den knapp 1.800 Festaufträgen für die MAX entfallen nur gute drei Prozent auf das kleinste Familienmitglied 737 MAX 7.

Beide Hersteller spüren die Konkurrenz im Markt zwischen 100 und 150 Sitzen, in dem sich auch Bombardiers CSeries und Embraers E195-E2 positioniert haben.

Den Verlust dieser Marktanteile kann man in Toulouse und Seattle in diesen Tagen aber wohl verschmerzen. Boeing stellte 2013 neue Verkaufs- und Lieferrekorde auf. Auch bei Airbus liefen die Geschäfte im vergangenen Jahr sehr gut. Genaue Zahlen wird Airbus am 13. Januar auf seiner Jahrespressekonferenz vorlegen.



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