12.06.2009
FLUG REVUE

Airbus SESARAirbus tritt SESAR bei

Airbus ist nach eigenen Angaben zu einem Vollmitglied des Gemeinsamen Unternehmens SESAR (SESAR Joint Undertaking, SJU) geworden. Die öffentlich-private Partnerschaft soll das Air Traffic Management in Europa modernisieren.

Eine am Freitag geschlossene Vereinbarung mit den 16 Partnern und dem SJU bindet Airbus als Vollmitglied in diese Partnerschaft fest ein. Für Airbus zählt ein effizientes Flugverkehrsmanagement nach eigener Einschätzung zu einem entscheidenden strategischen Faktor.

SESAR (Single European Sky ATM Research) wird die betrieblichen und technischen Standards (wie zum Beispiel Spezifikationen, Verfahren, Prototypen sowie Validierungsaktivitäten) entwickeln und bereitstellen, die für die schrittweise Einführung des neuen europäischen Flugverkehrsmanagementsystems erforderlich sind.

Patrick Gavin, Executive Vice-President, Head of Airbus Engineering, erklärte: „Das Flugverkehrsmanagement ist ein Faktor, der das Wachstum des Luftverkehrs beschränkt. Die Art und Weise wie der Flugbetrieb gegenwärtig geleitet wird sowie die derzeitig verwendeten Systeme werden kein nachhaltiges Wachstum des Luftverkehrs zulassen. Zukünftige Systeme werden das Flugzeug als solches als ein wesentliches Element des kollaborativen Betriebs integrieren. Modernes Flugverkehrsmanagement spielt außerdem eine entscheidende Rolle für die Steigerung der Ökoeffizienz der Luftfahrt.“

Das SESAR-Programm umfasst 18 Arbeitspakete und 295 Projekte, die im Zeitrahmen 2009-2016 unter Aufsicht des SJU bearbeitet werden sollen. Airbus wird zu allen betrieblichen Arbeitspaketen beitragen und die Leitung des Arbeitspakets Flugzeug übernehmen, erklärte das Unternehmen.

Als ‚Flugzeugintegrator’ wird Airbus dabei die künftigen ATM-Betriebsvorgänge und -Fähigkeiten an Bord der Flugzeuge definieren und entwickeln. Weltweite Interoperabilität ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung der zukünftigen ATM-Systeme, und Airbus wird die Aktivitäten des SESAR-Arbeitsprogramm in dieser Richtung aktiv unterstützen.

Langfristige Ziele des Programms - über das Jahr 2020 hinaus - sind eine Verdreifachung der Luftverkehrskapazität, eine Halbierung der Kosten für Fluggesellschaften, eine Steigerung der Sicherheit um das Zehnfache sowie eine Reduzierung der Umweltauswirkungen jedes einzelnen Flugzeugs um 10 Prozent.



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