28.11.2014
FLUG REVUE

Eindecker mit Jumbo-KapazitätAirbus will die A340-600 für mehr Passagiere zulassen

Moderne Zweistrahler, wie Boeing 777-300ER und A350, sind mit niedrigen Betriebskosten harte Konkurrenten für den noch jungen, vierstrahligen Airbus A340-600. Airbus will deshalb das Notausgangslimit heraufsetzen, um mehr Passagiere befördern zu dürfen, was die Kosten pro Sitz senkt.

Airbus A340-600 Werkfoto

Die A340-600 gehört zu den längsten Verkehrsflugzeugen der Welt. Dank einer erweiterten Sitzplatzzulassung will Airbus die Betriebskosten des Vierstrahlers pro Sitz senken. Foto und Copyright: Airbus  

 

Airbus habe damit begonnen, die A340-600 statt der heutigen maximal 440 Sitze auch für 475 Sitze zuzulassen, teilte der Hersteller mit. Die erweiterte Zulassung solle bis zum Jahresende geschafft sein. Mit ihrer Hilfe sänken die Sitzmeilenkosten und die Kapazität steige auf das Niveau einer Boeing 747-400, so der Hersteller. Gleichzeitig verbrauche der Vierstrahler aber rund 20 Prozent weniger Kraftstoff pro Strecke, als der Jumbo.

Das neue Sitzlimit, es hängt von der behördlichen Notausgangszulassung ab, dürfte die Vierstrahler besonders für den Einsatz mit hoher Passagierkapazität bei Langstrecken-Niedrigpreisfluggesellschaften attraktiv machen, die eine große Economy-Class-Kabine wünschen. Auch für den Ferienflugverkehr würde sich diese Variante eignen.

Wie auch bei der kleineren A340-200 und -300 mit CFMI arbeite Airbus auch bei der größeren A340-600 und ihrer Ultralangstreckenschwester A340-500 mit dem Triebwerkshersteller Rolls-Royce zusammen, um alle verfügbaren Leistungsverbesserungen und betrieblichen Optimierungen nutzbar zu machen.

Die nicht mehr neu produzierte A340 sei am Gebrauchtmarkt weiterhin gefragt. Über 50 gebrauchte Flugzeuge seien im Geschäftsjahr 2013/2014 weitervermittelt worden oder hätten Leasingverlängerungen erzielt. Davon habe Airbus 25 Flugzeuge direkt weitervermarktet.



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