01.06.2016
aero.de

60 A320 pro MonatAirbus will Produktion und Auftragseingang synchronisieren

Airbus verteidigt die Entscheidung für einen Hochlauf des A320-Programms auf 60 Flugzeuge im Monat. "Nichts anderes wird von uns erwartet", sagte Airbus Betriebsvorstand John Leahy am Dienstag in Hamburg. "Wir haben für jedes Flugzeug einen rechtskräftigen Vertrag und eine Anzahlung."

Airbus Endmontage A320 Hamburg

Endmontagelinien der A320-Familie in Hamburg. Foto und Copyright: Airbus  

 

Aktuell steht der unerfüllte Auftragspegel für die A320-Familie bei 5.479 Flugzeugen, überwiegend sind darin A320neo enthalten. Die Neuauflage der A320 vereint 4.515 Bestellungen auf sich - Airbus gelang mit der A320neo der kommerziell erfolgreichste Programmstart aller Zeiten.

Hamburg wird das weltweite Zentrum der A320neo-Produktion sein. Am Standort Finkenwerder siedelt Airbus eine vierte A320-Endlinie an, um die beschlossene Monatsrate von 60 Flugzeugen zu realisieren.

Selbst mit 60 A320 bewege sich Airbus innerhalb der "Komfortzone", sagte Leahy. Airbus ist sich seiner Sache sehr sicher. Der Auftragseingang werde sich zwar "verlangsamen", was aber auch "normal und natürlich" sei, fügte Leahy hinzu.  Airbus werde hier "wieder in ein Gleichgewicht kommen".

Verdreifachung der Produktion innerhalb von 15 Jahren

Neueingang und Jahresproduktion sollen sich die Waage halten. Die Formel "Book-to-Bill = 1" ist der neue, eher konservative Maßstab, an dem sich Airbus in den nächsten Jahren messen lassen will. In den zurückliegenden fünf Jahren sammelte Airbus 6.400 Aufträge ein. 

Die Verdreifachung der A320-Produktion von 20 Monatseinheiten 2004 auf 60 Flugzeuge 2019 weckt in der Branche erste Zweifel an der Nachhaltigkeit der Strategie, zumal Boeing die 737-Linie in gleichem Tempo hochfährt.

"Ich sehe zwei Spieler, die jeweils 60 Schmalrumpfflugzeuge im Monat produzieren werden und denke mir, das kann nicht gut gehen", mahnte Luftfahrtberater Robert Mann im Mai. 

Goldman Sachs erkennt ebenfalls Risiken und verweist in einer aktuellen Studie auf 900 A320 und 737, die Leasingfirmen in Auftrag gaben. Bisher sei keines dieser Flugzeuge vertraglich bei einem späteren Betreiber platziert.

Leahy teilt derartige Bedenken nicht - in kleinem Kreis spricht Airbus sogar schon über Monatsraten jenseits von 60 A320.

aero.de/Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Getriebefan hat noch Kinderkrankheiten Spirit parkt neue A320neo

10.04.2017 - Die Niedrigpreisfluggesellschaft Spirit musste mehrere ihrer fabrikneuen A320neo nach Triebwerksproblemen aus dem Dienst nehmen. … weiter

Fünf neue Sommerverbindungen Eurowings baut Mallorca-Angebot aus

10.04.2017 - Die Niedrigpreistochter der Lufthansa fliegt im Sommer von mehreren deutschen Flughäfen nach Palma. Am Flughafen von Palma soll auch eine Eurowings-Basis entstehen. … weiter

Airliner im Geschäftsreiseeinsatz Airbus Corporate Jets gründet "Easystart"

10.04.2017 - Unter dem Projektnamen "Easystart" bündelt Airbus alle Service- und Beratungsdienste für Kunden der hauseigenen ACJ-Geschäftsreisejets. … weiter

Airbus Customer Definition Center wächst Airbus erweitert Hamburger Kabinenzentrum

03.04.2017 - Das bisher für Kunden der A350 genutzte Kabineneinrichtungszentrum von Airbus in Hamburg wird erweitert und künftig auch Kunden der Airbus-Programme A320 und A330 beraten. … weiter

Lufthansa Technik airberlin-Flugzeuge erhalten Eurowings-Kabinen

03.04.2017 - Lufthansa Technik übernimmt für 33 Flugzeuge von airberlin, die für Eurowings im Einsatz sind, Ingenieursdienstleistungen zur Anpassung der Kabine. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 05/2017

FLUG REVUE
05/2017
10.04.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Boeing 737 wird 50
Boeing 787-10 fliegt
Rafale in Jordanien
DC-3 in Kolumbien
Flughafen Paris Charles de Gaulle
Triebwerksforschung

aerokurier iPad-App