Airbus wird A320-Produktion zunächst nicht weiter ausbauen

Airbus wird die Produktionsrate im Programm A320 vor der Umstellung auf die A320neo zunächst nicht weiter erhöhen, nachdem der aktuelle Schritt von 40 auf 42 Flugzeuge im Monat erreicht wurde.

"Ich gehe nicht davon aus, dass wir jetzt noch einmal kurzfristig erhöhen werden, denn unsere Lieferkette steht bereits unter Druck", zitiert "Reuters" Airbus China-Chef Lawrence Barone. Lieferslots für größere Stückzahlen der A320 seien erst ab 2019 wieder verfügbar.

Airbus liegen für die A320 und A320neo 3.321 noch nicht erfüllte Aufträge vor. Pläne zu einem Ausbau der Produktion auf 44 Flugzeuge im Monat bis 2014 hatte Airbus wegen Sorgen um die Stabilität seiner Zulieferkette bereits im Mai zurückgestellt. Der Auftragsbestand soll mit der neuen Höchstrate von 42 A320 im Monat abgearbeitet werden.

Bei hohen Stückzahlen muss Airbus in den nächsten Jahren nicht nur die Umstellung auf die A320neo schaffen, sondern auch ein neues Endmontagewerk in die Logistik integrieren - ab 2015 soll die A320 auch in den Vereinigten Staaten gebaut werden. Airbus errichtet hierzu neue Produktionsanlagen an seinem US Standort in Mobile (Alabama).

Mit Toulouse, Hamburg, Tianjin und Mobile wird Airbus die A320 in Zukunft an vier Standorten endmontieren. Die erste A320neo soll in Hamburg gebaut werden.

Gegen Ende des Jahrzehnts könnte Airbus die Fertigung seines Brot-und-Butter-Fliegers dann das nächste Mal kräftig anheben. Soweit die aktuellen Absatzprognosen eintreffen, sei eine Erhöhung auf "über 50 Flugzeuge im Monat" denkbar, sagte Airbus Marketingchef John Leahy im September auf der Berliner Luftfahrtmesse ILA.

Mit 42 A320 produziert Airbus jeden Monat sieben Single Aisle-Flugzeuge mehr als Wettbewerber Boeing. Im zweiten Quartal 2013 will Boeing die 737-Fertigung aber von 35 auf 38 Flugzeuge im Monat erhöhen und im ersten Halbjahr 2014 mit 42 737 mit Airbus gleichziehen.

Mehr zum Thema "Zivilluftfahrt" aero.de / Dennis Dahlenburg



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