30.11.2015
FLUG REVUE

Fliegender Paketbote Amazon stellt Lieferdrohne vor

Die Amazon-Tochter Prime Air hat am Sonntag ihre erste Lieferdrohne vorgestellt. Sie könnte im Halbstundenradius um große Lieferzentren automatisch ausliefern.

Amazon Prime Air Paketdrohne Prototyp

So könnte eine elektrische Paketdrohne von Amazon Prime Air einmal aussehen. Dieser Prototyp wird bereits im Flug getestet. Foto und Copyright: Amazon Prime Air  

 

Der neue Prototyp der automatischen Lieferdrohne wiege 25 Kilogramm, könne bis zu 2,2 Kilogramm schwere Nutzlasten befördern und schaffe 24 Kilometer Reichweite, teilte Amazon mit. Die von acht in Doppelanordnung platzierten elektrischen Zweiblattrotoren in die Luft gehobene und von einem Druckpropeller am Kastenleitwerk vorwärts getriebene Drohne soll mindestens eine halbe Stunde Flugzeit durchhalten. Die Flughöhe ist mit bis zu 120 Metern Höhe geplant. Dabei kann die Drohne eigenständig Hindernisse erkennen und diesen ausweichen. Die Drohne kann mit einem Greifer die Last selbstständig aufnehmen und von unten in ihren Laderaum heben. Dort ist das Ladegut während des Fluges vor Wettereinflüssen geschützt. Vor der Landung sucht die Drohne den vorgesehenen Landebereich ab und prüft die Hindernisfreiheit. Der Kunde des Pakets wird über das Internet vor und während des Eintreffens seiner Sendung informiert.

Amazon testet über ein Dutzend unterschiedliche Drohnenbauarten, wobei das Unternehmen wegen dort weniger strenger Regeln seine unbemannten Luftfahrzeuge zunächst im kanadischen Luftraum erproben will. Dagegen hatte die amerikanische FAA angekündigt, Drohnenflüge nur bei ständiger Sichtverbindung zum Drohnenpiloten am Boden erlauben zu wollen. Amazon erklärte, man werde nur nach behördlicher Zulassung Drohnenflüge aufnehmen. Man halte den Drohnenverkehr in für bemannte Flüge gesperrten Lufträumen für das Sicherste. Die Drohnen und ihre Flugeigenschaften würden noch weiterentwickelt. Prime Air entwickelt seine unbemannten Luftfahrzeuge in den USA, Großbritannien und Israel. Auch Google hat Pläne offenbart, eigene Drohnen betreiben zu wollen.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Deutsche Branchenmesse wirbt in Le Bourget ILA 2018 beginnt Werbekampagne

14.06.2017 - Wenige Tage vor der Pariser Luftfahrtmesse, der größten Luftfahrtmesse der Welt, hat auch der größte deutsche Branchentreffpunkt ILA die Werbung für seine nächste Veranstaltung 2018 begonnen. … weiter

Draper DragonflEye Libelle mit Chip-Rucksack fliegt als Drohne

02.06.2017 - Das amerikanische Unternehmen Draper aus Boston hat eine lebendige Libelle mit einem "Chip-Rucksack" zur "Drohne" modifiziert. Lichtsignale an das Nervensystem der Libelle lenken, wie virtuelles … weiter

Fallschirmspringer hängt sich an unbemanntes Luftfahrzeug Lette nutzt Drohne als Absetzflugzeug

17.05.2017 - Die lettische Firma Aerones will Drohnen mit 100 Kilogramm Nutzlast zum Durchbruch verhelfen. Jetzt nutzte ein Fallschirmspringer das unbemannte Gefährt erstmals als Absetzplattform. … weiter

Ziel Stratosphärenflug Elektra-2 startet in Payerne zum Erstflug

05.05.2017 - Das Leichtflugzeug Elektra-2 von Elektra Solar hat am Freitag seinen ersten Flug absolviert. Ziel ist der Einsatz in 20 Kilometer Höhe als autonome, solar-elektrisch angetriebene Nutzlastplattform. … weiter

Zweisitziges Elektroflugzeug Lilium Jet absolviert unbemannten Erstflug

21.04.2017 - Das vom bayerischen Start-up Lilium entwickelte Elektroflugzeug mit Senkrechtstart- und -landefähigkeiten ist im April erstmals geflogen. Die Ingenieure planen bereits eine größere Version - als … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 07/2017

FLUG REVUE
07/2017
12.06.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


COMAC C919 fliegt
Rafale wird weiter modernisiert
Das Cockpit der Zukunft
Griechenland mustert RF-4E Phantom II aus
Air Seychelles fliegt ab Düsseldorf
Patrouille de France auf großer US-Tour

aerokurier iPad-App