16.07.2014
Erschienen in: 01/ 2014 FLUG REVUE

Regionaljets mit neuen AufgabenBAe 146 und Avro RJ bleiben gefragt

Vom letzten britischen Verkehrsflugzeug wurden 394 Flugzeuge gebaut. Viele davon finden neue Märkte und ungewöhnliche Anwendungen.

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Avro RJ85. Foto und Copyright: London City Airport  

 

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Seit Jahren gehören die BAe 146 und die neuere Avro-RJ-Familie zum alltäglichen Bild auf vielen Flughäfen Europas. Noch fliegt etwas weniger als die Hälfte aller gebauten Maschinen. „Der Großteil unserer Flotte befindet sich weiterhin im Dienst bei Regionalairlines in Europa“, sagt Chris Sedgwick, Director Sales and Marketing bei Falko Regional Aircraft. „Das Flugzeug ist zum Beispiel für den Einsatz in London-City beliebt und wird es für die nähere Zukunft auch bleiben.“ Falko besitzt die größte Leasingflotte des Vierstrahlers und wurde im Juli 2011 mit Hilfe von Geldmitteln des britischen Finanzunternehmens Fortress zur Übernahme des Leasing-Portfolios von BAE Systems Regional Aircraft gegründet. Im Portfolio des britischen Unternehmens befinden sich derzeit eine Avro RJ70, 35 RJ85, 25 RJ100 sowie eine BAe 146-300QT und zwei BAe 146-200. Die meisten der Jets sind aktiv, für einige RJ85 laufen laut Sedgwick Endverhandlungen. Im vergangenen Jahr hatte man die meisten verbliebenen BAe 146 abgestoßen.

Noch befinden sich viele RJ85 und RJ100 von Falko in Dienst bei klassischen Airlines wie Swiss, Brussels oder der irischen CityJet. Allerdings stehen neue Muster mit niedrigeren Betriebskosten in den Startlöchern. „Ihre Indienststellung ist noch zwei bis drei Jahre hin. Dann folgt auch der Avro RJ dem Weg der 146. Die Flugzeuge sind nach Süden und Westen umgezogen, aber auch nach Indonesien und Afrika.“ Potenzial für die RJ-Reihe sieht Sedgwick auch in den Hochgebirgsregionen in Südamerika, wo der vierstrahlige Jet mit seiner Hot-and-High-Leistung punkten könne. BAE Systems hat daher einige RJ85 von Falko mit einer Ausstattung versehen, die auf hoch gelegenen Flughäfen das automatische Herausfallen der Sauerstoffmasken aus der Kabinendecke beim Öffnen der Türen verhindert. Dazu waren Änderungen des Druckbelüftungssystems nötig.


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