17.01.2013
FLUG REVUE

FAA untersagt 787-FlügeBatterieprobleme: FAA stoppt US-Dreamliner

Nach der jüngsten Notlandung einer Boeing 787 in Japan hat die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA alle Flüge von US-registrierten Dreamlinern untersagt, bis die Zuverlässigkeit von deren Batterien nachgewiesen ist.

Boeing 787 Dreamliner NTSB überhitzte Batterie

Überhitzte Lithium-Ionen-Batterie. Foto und Copyright: NTSB  

 

Die FAA kündigte am Mittwoch an, eine Dringlichkeits-Lufttüchtigkeitsanweisung (Emergency Airworthiness Directive -EAD) zu erlassen. Diese werde verlangen, dass alle US-Betreiber der Boeing 787 vorübergehend den Flugbetrieb einstellten. Vor weiteren Flügen müsse jeder amerikanische 787-Betreiber der FAA nachweisen, dass die Batterien sicher seien. United ist derzeit mit sechs Flugzeugen der einzige Betreiber der 787 in den USA.

Laut FAA sei nun zum zweiten Mal ein Problem mit der Lithium-Ionen-Batterie der 787 aufgetreten, bei dem brennbare Batteriesäure ausgetreten sei und Schäden durch Hitze entstanden seien. Man untersuche die Ursache dieser Störungen, die kritische Systeme und Bauteile beschädigen könnten und zu Bränden im Avionikraum führen könnten, so die FAA.

Mittlerweile schließen sich immer mehr ausländische Luftfahrtbehörden und 787-Betreiber dieser Vorsichtsmaßnahme an, darunter Chile, Qatar, Indien und Polen. Japan hatte als erste Nation den 787-Flugbetrieb bis auf weiteres eingestellt. Die FAA erklärte, sie wolle so schnell wie möglich eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs ermöglichen. Boeing sagte Unterstützung zu und entschuldigte sich bei Airlines und Passagieren für die Auswirkungen der jüngsten Pannenserie. Auch die europäische EASA schloss sich mittlerweile dem vorläufigen FAA-Flugverbot für den Dreamliner an.

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