22.04.2010
FLUG REVUE

BDLI Bilanz 2009BDLI zieht positive Bilanz für das Jahr 2009

Eine überraschend positive Bilanz des abgelaufenen Krisenjahres 2009 zog BDLI-Präsident Dr. Thomas Enders heute auf der Jahrespressekonferenz des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI).

"Die Industrie ist bis dato erstaunlich gut durch die Krise gekommen", sagte BDLI-Präsident Dr. Thomas Enders heute in Berlin. Im Krisenjahr 2009 habe die Branche in Deutschland das bisherige Rekordjahr 2008 sogar noch übertreffen können. Beim Umsatz gab es ein Zuwachs von vier Prozent auf 23,6 Milliarden Euro - den höchsten Umsatz, den BDLI-Mitgliedsfirmen je in einem Jahr erzielt haben. Der Exportanteil lag mit 68 Prozent ungefähr gleich hoch wie 2008.

Die Zahl der Beschäftigten wuchs im gleichen Zeitraum um 0,8 Prozent. Am 31. Dezember 2009 waren rund 93.700 Menschen in Deutschland in der Branche direkt beschäftigt. Allerdings war durch eine Rückholung von Aufträgen an Zulieferer zu Gunsten eigener Kapazitäten bei den Firmen ein Abbau von Arbeitsplätzen in der Peripherie der Branche zu beobachten. Auch bei den Leih- und Zeitarbeitern gab es zum Teil einen signifikanten Arbeitsplatzabbau, sagte Enders.

Größter Umsatzbringer in der Branche in Deutschland war die Zivilluftfahrt. Sie konnte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro steigern.  "Belastet wurde das Geschäftsklima durch den internationalen Einbruch des kommerziellen Luftverkehrs", so Enders. Dank der hohen Auftragsbestände der Hersteller - Airbus und Boeing haben je rund 3.500 Aufträge für neue Airliner in den Büchern stehen - konnte man die Krise gut abfedern, so Enders. Allerdings sie dies mit hohem Aufwand durch Streckungen oder Verschiebungen von Aufträgen erreicht worden. Bei Airbus habe man "rund 600 Flugzeuge angefasst", also deren Auslieferungsdaten neu mit den Kunden verhandelt.

Das Geschäft mit Produkten für Verteidigung und Sicherheit sei 2009 stabil gewesen, sagte Enders. Es habe zum Teil die Rückgänge im zivilen Bereich kompensieren können. In diesem Branchensegment waren 2009 rund 21.300 Mitarbeiter beschäftigt. Dies sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings gibt es in diesem Bereich nach wie vor einen hohen Bedarf an qualifiziertem Personal, vor allem an Ingenieuren. 

Die Raumfahrt als drittes Branchensegment hat 2009 ein sehr gutes Jahr erlebt. Sie konnte der Krise gut trotzen. Ihr Umsatz wuchs um 14 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro, während die Zahl der Beschäftigten um 9,5 Prozent auf 6.200 wuchs. Enders lobte ausdrücklich die Bundesregierung: "Das Wachstum in der Raumfahrt ist Ausdruck der erfolgreichen Raumfahrtpolitik der Bundesregierung, die 2005 das Ruder herumgerissen hat."

 




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