17.12.2009
FLUG REVUE

Neue Suche AF 447BEA legt weiteren Zwischenbericht zu Absturz von Air France Airbus A330 vor

Die französische Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA hat einen weiteren Zwischenbericht zum Absturz des Air France Airbus A330 auf dem Flug AF 447 von Rio nach Paris vorgelegt. Außerdem soll im kommenden Jahr erneut auf dem Meeresgrund nach Wrackteilen gesucht werden.

"In diesem Stadium der Untersuchung und trotz der umfassenden Analysen, die das BEA anhand der verfügbaren Elemente durchgeführt hat, ist es immer noch nicht möglich, die Ursachen und Umstände des Unglücks zu verstehen" heißt es in einer Erklärung der BEA

Einen Schwerpunkt bildet aber weiterhin die Frage, ob Fehler bei der Geschwindigkeitsmessung eine Rolle gespielt haben. "Das BEA bestätigt, dass das Phänomen der Inkonsistenz der Geschwindigkeitsmessung eines der Elemente einer Reihe von Ereignissen war, das zum Unglück geführt hat, es jedoch alleine nicht erklären kann", teilten die Unfallermittler mit.

Nach Einschätzung des BEA haben Fluggesellschaften und Airbus bereits verschiedene Maßnahmen in Bezug auf die Ausbildung der Besatzungen und den Austausch der Pitot-Sonden der A330/A340 getroffen.

Es sei in diesem Stadium jedoch erforderlich, zwei Empfehlungen auszusprechen: Die erste betreffe eine bessere und schnellere Möglichkeit zur Recherche nach Flugzeugabstürzen, wenn sich diese über dem Meer ereignen. Ziel sei es, schneller und sicherer über die Daten zu verfügen, die für das Verständnis des Unglücks erforderlich sind.

Die zweite Empfehlung zielt nach Angaben der BEA darauf ab, die Zusammensetzung der Wolkenmassen in großen Höhen, in denen die Langstreckenflugzeuge fliegen, besser zu charakterisieren und Konsequenzen hinsichtlich der Zertifizierung der Flugzeuge zu ziehen.

Um den Absturz aufklären zu können, soll im Frühjahr 2010 im Seegebiet zwischen Brasilien und Afrika erneut nach Wrackteilen gesucht werden.



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