10.02.2011
FLUG REVUE

Aviation Conference DumasBiofuel und Systemoptimierung soll Luftfahrt-Klimabilanz langfristig verbessern

Die Kombination von Biokraftstoff-Einsatz und Systemoptimierung soll die Luftfahrt-Klimabilanz langfristig verbessern. Das erklärte Christian Dumas, COO Research and Development bei Airbus, auf der 14. Hamburg Aviation Conference.

Nach Einschätzung von Dumas sollte die Luftfahrt bei der Erzeugung von Biokraftstoffen Präferenz gegenüber anderen Verkehrsträgern bekommen. Diese könnten eher auf andere Alternativen wie elektrische Antriebe ausweichen. Konflikte mit der Nahrungsmittelerzeugung sieht er nicht, da Luftfahrt nur einen vergleichsweise geringen Anteil des weltweiten Kraftstoffbedarfs verursache.

"Unsere Herausforderung ist das Wachstum", sagte Dumas auf der Tagung von rund 300 Managern und Wissenschaftlern zum Thema Luftfahrt und Umwelt in Hamburg. Viele Themen seien auch in der Vergangenheit bereits aufgegriffen worden. So sei Treibstoffeffizienz schon mit Blick auf Reichweite, Nutzlast und kommerziellen Erfolg für die Hersteller seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt. "Selbst wenn der Kraftstoff umsonst wäre, würden wir daran arbeiten, den Verbrauch zu reduzieren", erklärte Dumas.

Alternative Kraftstoffe müssen nach Einschätzung von Dumas aber kompatibel mit dem bisherigen System und der Infrastruktur sein. "Hier geht es um Sicherheit", sagte er. Die Kraftstoffe müssten standardisiert bleiben.

Weiterer Schlüsselfaktor ist nach Einschätzung des Airbus-Spezialisten die Optimierung des Gesamtsystems. Dazu zählten neben den technischen Weiterentwicklungen auch die Verbesserung des Air Traffic Managements.

Den Start des A320neo-Programms sieht Dumas als wichtiges Element der Umweltstrategie von Airbus. Das modifizierte Flugzeug sei rund 15 Prozent effizienter. Angesichts der Ressourcen und zur derzeit Verfügung stehenden Technologie sei die A320neo der richtige Schritt.



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