20.10.2014
FLUG REVUE

Deutscher Nachrichtendienst hält Täter für überführtBND: Separatisten schossen Flug MH17 ab

Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) hält pro-russische Separatisten für die Täter beim Raketenabschuss von Flug MH17 am 17. Juli über der östlichen Ukraine, bei dem 298 Insassen starben.

Boden-Luft-Rakete_Buk-M1-2_Almaz-Antey

Mit einer hochreichenden Boden-Luft-Rakete "Buk" soll Flug MH17 abgeschossen worden sein. Foto und Copyright: Almaz-Antey  

 

Der Bundesnachrichtendienst (BND) komme in einer detaillierten Analyse zu dem Schluss, dass pro-russische Rebellen für den Absturz von Flug MH17 über der Ostukraine verantwortlich seien, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

In einem Vortrag vor den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums habe BND-Präsident Gerhard Schindler schon am 8. Oktober umfangreiche Belege, darunter eine Auswertung von Satellitenaufnahmen und verschiedenen Fotos, vorgelegt. Demnach erbeuteten pro-russische Separatisten ein Buk-Luftabwehrraketensystem von einem ukrainischen Stützpunkt und feuerten damit am 17. Juli eine Rakete ab, die direkt neben der malaysischen Boeing 777 explodierte. Russische Darstellungen, wonach die Rakete von ukrainischen Soldaten abgefeuert worden sei und außerdem ein ukrainischer Jagdbomber in der Nähe der Passagiermaschine geflogen sei, seien falsch. Schindler habe wörtlich erklärt: "Es waren pro-russische Separatisten." Vier Deutsche starben in der Maschine. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe habe Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet, da es sich bei dem Absturz um ein Kriegsverbrechen handeln könnte.

Flug MH17 war auf Reiseflughöhe und einer vorher angemeldeten Route mit Funkkontakt in einer genehmigter Höhe über dem Krisengebiet unterwegs, als es zu dem verhängnisvollen Abschuss mit der hochreichenden Rakete kam. Die komplizierte Bedienung der Buk erfordert eine daran ausgebildete und koordiniert arbeitende Mannschaft, was man den Rebellen bisher nicht zugetraut hatte.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Echtzeit-Ortung von Flugzeugen Malaysia Airlines will Flottenüberwachung verbessern

20.04.2017 - Die malaysische Fluggesellschaft will ihre Flugzeuge künftig in Echtzeit tracken. Möglich wird das durch satellitenbasierte ADS-B-Technologie. … weiter

Boeing 777-200 bleibt verschollen Suche nach MH370 beendet

17.01.2017 - Die Suche nach der am 8. März 2014 mit 239 Insassen verschollenen Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines ist beendet worden. Eine umfangreiche Suchaktion im Indischen Ozean war ergebnislos geblieben. … weiter

Kehrtwende zur Normalität Neue Ziele bei Malaysia Airlines

12.10.2016 - Nach Abstürzen und einer Radikalkur bestellt Malaysia Airlines neue Jets und will mit einem neuen Konzept wieder Höhe gewinnen. … weiter

Keine Trümmer am Meeresboden entdeckt MH370: Australien zieht Suchschiff ab

11.08.2016 - Am Donnerstag hat mit der "Fugro Discovery" das erste von drei Spezialschiffen seine Suche nach Flug MH370 vor der australischen Westküste beendet. Damit kündigt sich der Abschluss der ergebnislos … weiter

Steiler Einschlag mit hoher Sinkrate MH370: Australier tippen auf ungesteuerten Absturz

09.08.2016 - Die australischen Ermittlungsbehörden haben Anhaltspunkte dafür, dass die als Flug MH370 verschollene Boeing 777 in steilem Winkel ins Meer stürzte. Damit wird die jüngste Hypothese einer gesteuerten … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 09/2017

FLUG REVUE
09/2017
07.08.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Eurofighter: Österreich will teure Kampfjets ausmustern
G20: Gipfeltreffen der VIP-Jets
Falcon 5X: Dassaults neuer Widebody fliegt
Tiger Meet: Trainingsduell über der Bretagne
Cassini-Sonde: Nach 20 Jahren Finale am Saturn
Air Serbia: Etihad baut erfolgreich um
Erstflug am Computer: Flugzeuge im Datenstrom

Be a pilot