16.09.2007
FLUG REVUE

5.9. - Boeing 787 verzögertBoeing 787 fliegt frühestens Mitte November

Boeing musste heute eingestehen, dass der ursprünglich für August geplante Erstflug des neuen Bestsellers 787 nun erst im Spätherbst ("Mitte November bis Mitte Dezember") stattfinden wird.

Programmchef Mike Bair führte für die weitere Verzögerung zwei Problemfelder an. So ist der Ersatz tausender vorläufiger Niete in den von den Zulieferern nach Everett geschickten Hauptbaugruppen langwieriger als gedacht und behindert die Systeminstallation. Außerdem hinkt Honeywell bei der Programmierung der Flugsteuersoftware deutlich hinterher. Sie soll nun Ende des Monats fertig werden.

Das Flugtestprogramm bis zur offiziell immer noch geplanten Auslieferung im Mai komprimiert sich somit auf fünf bis sechs Monate. Man könne es noch schaffen, so Bair, wenn man mit einer großen Mannschaft praktisch rund um die Uhr arbeite. Flugstundenzahlen von 120 pro Flugzeug pro Monat seien notwendig, was 50 Prozent mehr wären als bei der 777 in den 1990er Jahren. Zeitreserven zur Behebung von Problemen gibt es nicht mehr.

Um die enormen Schwierigkeiten mit unfertigen Bauteilen bei den weiteren Versuchsflugzeugen zu minimieren wurde der Plan umgestellt. Nach der ZA001 werden zunächst die Zellen für den Bruchversuch und den Ermüdungstest fertig gestellt, die wegen fehlender Systemeinbauten einfacher zu handhaben sind. So will Boeing seinen Zulieferern Luft verschaffen. Insgesamt sechs Flugzeuge sind für das Flugtestprogramm vorgesehen.

Unterdessen bestätigte Aeroflot den Kauf von 22 Boeing 787 im Wert von 3,6 Milliarden Dollar. Somit liegen jetzt 706 Festbestellungen von 48 Kunden vor.



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