09.12.2013
FLUG REVUE

Vertrag mit QinetiQ verlängertBoeing beginnt 777X-Windkanaltests

Boeing hat seit Donnerstag Windkanaltests mit niedriger Geschwindigkeit für die Boeing 777X begonnen. Dabei simulieren maßstäbliche Flugzeugmodelle mit unterschiedlichen Klappen-, Fahrwerksstellungen und Trimmlagen Starts und Landungen.

Boeing_777X_Windkanalmodell_lowspeed_QinetiQ_Farnborough

Dieses maßstäbliche Windkanalmodell der Boeing 777X in Farnborough simuliert bereits einen Start mit dem neuen Flügel. Foto und Copyright: Boeing  

 

Der Beginn der fünfmonatigen Testreihe sei ein größerer Meilenstein bei der Flugzeugentwicklung, teilte Boeing mit. "Die Windkanaltests validieren unsere Leistungsmodelle und wir gewinnen eine große Menge von Daten, mit denen unsere Ingenieurteams ihre Konstruktionsarbeit fortsetzen können", sagte Terry Beezhold, Programmvorstand und Chef-Projektingenieur für das Boeing 777X-Programm. "Dies ist der erste große Programmmeilenstein, seitdem wir das Programm im vergangenen Monat gestartet haben. Wir liegen im Plan, um alle übergeordneten Konstruktionsaufgaben 2014 abzuschliessen und um 2015 die gesamte Konfiguration festzuschreiben."

Die Windkanaltests bei niedriger Geschwindigkeit finden bei QinetiQ im britischen Farnborough statt. Boeing und QinetiQ haben einen Nutzungsvertrag gerade wieder um fünf Jahre verlängert. Das verwendete 777X-Flugzeugmodell in der 5,5-Prozent-Größe des späteren Originals ist 4,22 Meter lang und hat eine Spannweite von 3,92 Meter. Mittels hunderter eingebetteter Sensoren können die Lasten und die Druckverteilung am Modell gemessen werden. Im nächsten Jahr wird Boeing auch ergänzende Windkanaltests im Boeing-Windkanal in Seattle aufnehmen. Dieser Windkanal ist für transsonische Geschwindigkeiten optimiert und ermöglicht Vorhersagen der späteren Reiseflugleistungen.

Die Familie Boeing 777X besteht bisher aus den beiden Mitgliedern Boeing 777-8X und 777-9X. Die Großraum-Zweistrahler werden von modernen GE9X-Triebwerken von GE Aviation angetrieben und sie erhalten einen neuen Flügel aus Verbundwerkstoff, der eine größere Spannweite aufweisen wird, als jener der heutigen Boeing 777-300ER. Das Programm hat bereits 259 Bestellungen erhalten. Unter den Kunden sind bisher Emirates, Etihad, Lufthansa und Qatar Airways.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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