14.09.2010
FLUG REVUE

787 Fatigue TestBoeing beginnt Dauer-Belastungstest der 787

Boeing hat am 13. September mit den Dauer-Belastungstests an einer 787 begonnen. Damit sollen Ermüdungserscheinungen im Laufe des langjährigen Flugzeugeinsatzes untersucht werden.<br />

Boeings Dreamliner begann mit den Ermüdungstests

In diesem Teststand wird die 787-Zelle lange Zeit verbleiben. © Boeing  

 

Zur Durchführung dieser Tests wurde eine komplette 787 in ein Spezialgerüst gehängt, wo fortan in einem beschleunigten Verfahren tausende von Flugzyklen simuliert werden. Ein Zyklus besteht aus dem Rollen am Boden, dem Start und Steigen bis auf Reiseflughöhe, dem Abstieg und der Landung sowie schließlich dem Ausrollen - das alles jedoch in stark verkürzter Zeit. Dafür wird die Zelle nach allen Seiten gedrückt, gestreckt und verbogen, ganz so, wie der spätere Flugdienst auch den Serienflugzeugen zusetzt.

Im Gegensatz zu den statischen Tests, wo ein Flugzeug gezielt Überlasten bis hin zum Bruch ausgesetzt wird, geht es bei den Ermüdungstests darum, eine etwa dreifache Lebensdauer des Musters zu simulieren. So kann man etwa feststellen, wann tatsächlich die ersten Ermüdungsschäden in der Struktur des Kohlefaserrumpfes oder an den Tragflächen auftreten.

Während die statischen Tests bereits abgeschlossen werden konnten und die Richtigkeit der Konstruktion nachgewiesen haben, werden die Ermüdungstests sehr lange dauern, sogar noch dann, wenn die ersten Serienflugzeuge bereits im Dienst der Kunden stehen. Allerdings ist die Testzelle diesen dann stets um einige tausend Flugzyklen voraus, so dass man, wenn irgendwelche Probleme auftreten sollten, rechtzeitig reagieren könnte.

Interessant ist, dass Boeing diese Tests, anders als sonst üblich, unter freiem Himmel durchführt. Damit gehen die aktuellen Witterungsbedingungen mit in die Testdurchführung ein - schließlich fliegt ein Verkehrsflugzeug ja auch nicht in einer klimatisierten Halle.



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