11.11.2010
FLUG REVUE

Boeing unterbricht 787-FlugbetriebBoeing stoppt gesamten 787-Flugbetrieb

Alle sechs Boeing Dreamliner bleiben am Boden, bis der Hersteller die Ursache für das elektrische Feuer an Bord des Testflugzeugs ZA002 ermittelt hat.

Zweiter Prototyp 787 Start

Start des zweiten Boeing 787 Prototypen in Everett - bereits im Design von Startkunde ANA. Foto und Copyright: Boeing Media  

 

Bis der Zwischenfall mit Dreamliner ZA002 aufgeklärt sei, lasse Boeing den Flugbetrieb der gesamten Dreamliner-Testflotte ruhen, teilte der Hersteller am Donnerstag mit. Bodentests fänden jedoch weiterhin statt.

Am Dienstag (Ortszeit) habe ZA002 beim Anflug auf Laredo in Texas als Folge eines Feuers in der Elektrik die primäre Stromversorgung verloren. Reservesysteme, darunter die Staudruckturbine (RAT), hätten dennoch eine sichere Landung ermöglicht. Die Ursache des Feuers werde durch Boeing untersucht. Die Piloten hätten eine "ständige, positive Kontrolle über das Flugzeug" gehabt, betonte eine Boeing-Sprecherin.

Nach einer ersten Inspektion des Flugzeugs müsse wohl ein elektrischer Schaltkasten für die Energiesteuerung im hinteren Elektronikraum im Unterdeck der 787 getauscht werden. Dabei soll es sich um ein reguläres Ausrüstungsteil des Flugzeugs und nicht um ein Teil der zusätzlichen Testausstattung an Bord handeln.

Möglicherweise seien noch zusätzliche Reparaturen erforderlich. Derzeit würden die Flugdaten in Seattle ausgewertet. Dies werde noch mehrere Tage dauern. Die Ursache solle möglichst schnell ermittelt werden. Man werde das Untersuchungsteam jedoch nicht hetzen.

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls habe die 42-köpfige Testbesatzung gerade die Stickstofferzeugungsanlage des Flugzeugs überprüft. Es gebe aber keinen Grund, einen technischen Zusammenhang mit dem Brand zu vermuten.

Es stehe noch nicht fest, ob der Zwischenfall den 787-Progammfahrplan verzögere. Man arbeite rund um die Uhr an den Datenanalyse des Zwischenfalls, um die weitere Vorgehensweise festlegen zu können.



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