10.10.2008
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10.10.2008 - Boeing-StreikBoeing-Streik: Rückkehr zu Verhandlungen

10. Oktober 2008 - Der Flugzeughersteller Boeing und die Flugzeugbauer-Gewerkschaft IAM haben sich nach einem von der Gewerkschaft bestätigten Bericht der Zeitung "Chicago Tribune" auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch geeinigt. Dabei soll erstmals ein Mediator vermitteln.

Bei Boeing streiken seit dem 6. September 27000 durch die IAM vertretene Mitarbeiter in den US-Bundesstaaten Washington, Oregon und Kansas. Dadurch ist die zivile Flugzeugproduktion in Seattle zum Erliegen gekommen. Im Monat werden normalerweise 42 Flugzeuge ausgeliefert. Die IAM bezifferte den bisherigen Schaden durch den Streik, den dritten seit 1995, für Boeing am 10. Oktober auf 3,5 Mrd. Dollar.

Neben Lohnforderungen und Fragen der Altersversorgung spielt bei dem Streik auch die Frage des Outsourcings eine Rolle. Boeing hatte aus Kostengründen beim jüngsten Muster Boeing 787 erstmals größere Entwicklungs- und Fertigungsanteile an externe Lieferanten vergeben. Für künftige Flugzeugmuster steht auch eine komplette Verlagerung der Endmontage aus Seattle, etwa nach Kansas, zur Debatte.

In einer E-Mail an alle Boeing-Mitarbeiter hatte Boeing-Konzernchef James McNerney in dieser Woche beklagt, dass der Streik die Boeing-Reputation für Zuverlässigkeit beschädigt habe. Der amerikanischen Luftfahrtindustrie drohe ein ähnliches Schicksal, wie der Autoindustrie. Er könne keiner Regelung zustimmen, die die Freiheit unternehmerischer Entscheidungen einschränke.

Die IAM hält dagegen, dass man einen Großteil der ausgelagerten Produktion günstiger im Unternehmen bewältigen könne.



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