19.08.2013
aero.de

Boeing testet neues Produktionsverfahren für 777X

Ein höherer Automatisierungsgrad soll die Produktion der nächsten Boeing 777 effizienter gestalten.

Boeing habe eine geheime Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich in einer Halle in Anacortes abseits des Werksgeländes von Everett mit diesem Thema befasse, schreibt die "Seattle Times". Der Einsatz von mehr Robotertechnik in der Endmontage der 777X werde Boeing eine höhere Produktionsrate bei gleichbleibendem Personaleinsatz ermöglichen.

Boeing dürfte noch vor dem Jahreswechsel den Startschuss für die 777X geben. Die nächste Generation des Riesentwins soll den Aluminiumrumpf ihrer Vorgängerin behalten aber mit neuen Triebwerken und Tragflächen bestückt werden. Von einer auf über 400 Sitze verlängerten Version verspricht sich Boeing einen Vorteil im direkten Wettbewerb mit dem Airbus A350 XWB um Kunden.

Nach Informationen der "Seattle Times" hat man in Seattle inzwischen schon recht klare Vorstellungen vom Produktionsverfahren der 777X. Das Projekt in Anacortes befasse sich "mit neuer Automatisierungstechnik für die Montage von Flugzeugrümpfen", zitiert die Zeitung aus einem behördlichen Dokument.

Von September 2013 bis Ende 2014 werde Boeing das Verfahren mit der Montage von zwei Rumpfsektionen einem Praxistest unterziehen, um bei der Produktion der 777X technologisch zu Airbus aufzuschließen. Airbus setzt bei der Endmontage seiner Langstreckenjets schon heute wesentlich stärker auf automatisierte Prozesse als Boeing.

Von der aktuellen 777 liefert Boeing knapp 100 Einheiten im Jahr aus. In Seattle stellt man sich auf eine hohe Nachfrage für den Nachfolger ein - die Produktion der mutmaßlich ab 2019 verfügbaren 777X könnte später ein Jahreslos von bis zu 140 Flugzeugen erreichen.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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