01.12.2010
FLUG REVUE

Boeing überführt beschädigte 787 nach Seattle

Am Dienstag ist die seit einer Notlandung am 9. November im texanischen Laredo stehende Boeing 787 ZA002 nach Seattle zurückgekehrt.

Die Webseite "Flightaware" vermerkt den Flug für Dienstag nachmittag (Ortszeit). Die 787 benötigte vier Stunden für ihre Reise an die pazifische Nordwestküste und stieg auf Flugfläche 380. Damit ist erkennbar, dass die Druckkabine nicht oder nicht mehr beschädigt ist. 

Das Flugzeug war während eines Testflugs durch einen Brand seiner elektrischen Anlage beschädigt worden und war in Laredo notgelandet. Auch die Struktur soll leicht beschädigt worden sein. Unklar ist bisher, welche Folgeprobleme an der elektrischen Anlage im Flug auftraten. Boeing hat Berichte über verkettete Avionikausfälle und Probleme beim Umschalten der Energieversorgung nicht bestätigt und im Internet kursierende Fotos der Brandschäden sperren lassen. 

Boeing hat seitdem den gesamten 787-Testflugbetrieb unterbrochen und nur einzelne Überführungsflüge der sechs Testflugzeuge nach Seattle zurück durchgeführt. Boeing hat bereits angekündigt, das Energieverteilungssystem und dessen Software zu modifizieren. Anschließend sollen die Auswirkungen auf den unter hohem Zeitdruck stehenden 787-Programmfahrplan bewertet werden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußerte sich der Chef der Boeing-Zivilflugsparte Jim Albaugh, es werde noch mehrere Wochen dauern, um die Folgen für den Programmfahrplan zu bewerten. Die Auslieferung des ersten Flugzeugs werde sich jedoch mit Gewißheit verschieben. Bislang erwartete die japanische ANA ihren ersten Dreamliner Mitte Februar 2011.



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