07.07.2009
FLUG REVUE

Boeing übernimmt 787-Partner VoughtBoeing übernimmt 787-Werk von Vought Aircraft Industries

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing holt einen Teil der zuvor an externe Zulieferer ausgelagerten Produktionsaufgaben wieder ins Unternehmen zurück. Zulieferer Vought litt besonders unter den Verzögerungen beim 787-Programm.

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat heute eine Übereinkunft mit dem Zulieferer Vought Aircraft Industries erzielt, dessen Werksstandort Charleston in South Carolina zu übernehmen. Dies teilte Boeing heute mit.

Vought produziere und montiere in South Carolina Strukturbauteile für das Heck der Boeing 787 aus Verbundwerkstoff. Vought werde von seinen übrigen Standorten aus auch künftig weitere Boeing-Flugzeugprogramme beliefern, darunter die 737, 747, 767, 777, C-17 und V-22.

"Mit der Integration des Werks in South Carolina und seiner talentierten Mitarbeiter werden wir die Produktivitätsgewinne und Effizienzsteigerungen beschleunigen, sobald die 787-Serienfertigung hochläuft", erklärte Scott Carson, Chef der Boeing-Zivilflugsparte zur Übernahme. "Außerdem wird sie unsere Fähigkeiten zum Bau großer Kohlefaserstrukturen stärken und diese entscheidende Technologie voranbringen."

Vought-Vorstandschef Elmer Doty erklärte, die finanziellen Anforderungen des 787-Programms wüchsen über das hinaus, was eine Firma von der Größe Voughts schultern könne. Man sei froh, mit Lieferungen am 787-Programm beteiligt zu bleiben.

Boeing will das Vought-Werk Charleston und dessen gesamte Ausrüstung für rund 580 Millionen Dollar übernehmen. Boeing verzichte zudem auf frühere Ansprüche an Vought und vergebe neue Arbeitspakete bei den Programmen 737, 777 und 787 an den Zulieferer. Die Transaktion solle, vorbehaltlich der Zustimmung der Vought-Kreditgeber, im dritten Quartal 2009 abgeschlossen werden.



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