07.02.2013
aero.de

Boeing und GS Yuasa planen Änderungen an der 787-Batterie

Unter strengen Sicherheitsauflagen wird Boeing am Donnerstag eine 787 in die Luft bringen. Die FAA genehmigte dem Hersteller die Überführung eines für China Southern Airlines gebauten Dreamliners von der Lackierhalle in Fort Worth an das Stammwerk.

Es wird der erste 787-Flug in den Vereinigten Staaten seit dem Grounding vor drei Wochen sein. Unterdessen scheinen Boeing und GS Yuasa an neuen Batteriesätzen für den Dreamliner zu arbeiten.

Das Grunddesign der Batterien soll beibehalten werden, schreibt das "Wall Street Journal". Mehr Abstand zwischen den Zellen und Hitzesensoren sollen aber das Risiko neuer Batteriebrände minimieren. Gerät dennoch ein Akku ins Schmoren, soll eine "Containment Box" den Austritt von Flüssigkeiten und eine Ausbreitung des Feuers verhindern.

Boeing hatte sich bei den Batterien der 787 für die leistungsstarke Lithium-Ionen-Technologie entschieden, weil der Dreamliner mehr als andere Flugzeuge auf kraftstoffsparende elektrische Systeme setzt. Bordsysteme, Bremsen und die Regulierung des Kabinendrucks hängen am Stromnetz der 787. Bei einem Triebwerksausfall übernehmen die Akkus die Versorgung der Elektroanlage mit Notstrom und starten die Hilfsturbine.

Allerdings hatten sich die Batterien im Praxisbetrieb als feuergefährlich erwiesen. Seit dem Brand im Heck einer geparkten 787 von Japan Airlines und der Notlandung eines ANA-Dreamliners im Januar halten Behörden und Betreiber das Flugzeug vorsorglich am Boden.

Boeing will die 787 möglichst schnell wieder in die Luft bringen und die Auslieferungen im Programm, jeden Monat werden fünf neue Flugzeuge fertig, wieder aufnehmen. Zuletzt zeigte sich das Management zuversichtlich, trotz des Batterieproblems in diesem Jahr alle geplanten 60 Dreamliner auszuliefern.

Der Hersteller hat inzwischen Testflüge bei der FAA beantragt, auf denen wohl auch Prototypen der überarbeiteten Batteriesätze getestet werden. Dem Vernehmen nach wird die einst für die Flugzulassung verwendete Testmaschine ZA005 bereits für die Durchführung dieser Flüge vorbereitet.

Bis die 787 wieder mit Passagieren fliegt dürften aber noch Wochen ins Land gehen. Der mit 17 Flugzeugen größte Dreamliner-Betreiber All Nippon Airways (ANA) hat die 787 jetzt bis 30. März aus seinem Flugplan gestrichen. Durch das Grounding seien vom 16. Januar bis 30. März rund 1.900 787-Flüge abgesagt worden, teilte ANA mit.

Boeing 787 Dreamliner - Chronologie der Ereignisse

Boeing 787 Dreamliner - Bilderstrecke

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