02.12.2013
FLUG REVUE

Performance Improvement PackageBoeing verbessert Leistungen der 747-8

Seit Dezember verbessert Boeing die Leistungen aller neu gebauten Boeing 747-8. Ein sogenanntes "Performance Improvement Package" (PIP) erhöht die Kraftstoffeffizienz gegenüber früher gebauten Jumbos der aktuellen Serie um 1,8 Prozent. Das PIP ist auch nachrüstbar.

Boeing_747-8_Flugtest_PIP_Boeing_N6067U

Diese Boeing 747-8 mit Testinstrumentierung war ursprünglich für Lufthansa bestimmt, die aber vom Kauf zurücktrat. Mittlerweile dient das Flugzeug mit der US-Registrierung N6067U Boeing für herstellerseitige Tests verbesserter Triebwerke, verbesserter Software und für die Zulassung des Zusatztanks im Heck. Foto und Copyright: Boeing  

 

Durch die neuen Verbesserungen spare ein typischer 747-8-Betreiber eine Million Dollar Kerosinkosten im Jahr, teilte Boeing-747-8-Vorstand und Chef-Projektingenieur Bruce Dickinson gegenüber der Boeing-Hauszeitschrift "Aero" mit. Alle ab Dezember im Bau befindlichen Flugzeuge erhielten die jüngsten Verbesserungen ab Werk. Ältere Flugzeuge könnten nachgerüstet werden. Die Verbesserungen konzentrierten sich auf zwei Bereiche: Die Triebwerke und den Computer des Flight-Management Systems (FMS). Die Triebwerke seien durch eine veränderte Niederdruckturbine und weitere Verbesserungen aerodynamisch optimiert worden und haltbarer.

Die neue Software des Flight Management Systems erlaube gleichermaßen lärmarme und wirtschaftliche Steigflugprofile beim Start und erspare der Besatzung dabei ständige Korrekturen der Leistungshebel per Hand. Außerdem könnten Präzisionsan- und -abflüge nach den strengsten Navigationsstandards "Required Navigation Performance, Authorization Required" (RNP AR) durchgeführt werden. Auch sei mit Hilfe des neuen FMS eine bessere Höhenwindbewertung möglich. Dadurch könne die Besatzung auf Langstrecken besser die optimale Flughöhe finden und Kraftsstoff sparen. Mit Vollendung des Performance Improvement Packages verringere sich der Kraftstoffverbrauch der Boeing 747-8 gegenüber ihrer Indienststellung um 3,5 Prozent.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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