21.12.2015
FLUG REVUE

Neue Hightech-Flugzeugfamilie aus KanadaBombardier erhält Musterzulassung für CS100

Nach über 3000 Flugteststunden hat die Luftfahrtbehörde Transport Canada die Musterzulassung für die CS100 erteilt. Damit darf das erste Familienmitglied der neuen C Series zum kommerziellen Liniendienst antreten. Bis zu 130 Passagiere können befördert werden.

Bombardier CSeries CS100 startend

Die neu entwickelte CS100 von Bombardier hat als erstes Mitglied der neuen Familie CSeries ihre Musterzulassung erhalten. Foto und Copyright: Bombardier  

 

Die Erteilung der Musterzulassung ebne den Weg für die CS100-Indienststellung bei Erstbetreiber Swiss im zweiten Quartal 2016, teilte Bombardier mit. Auch mit der Musterzulassung der größeren CS300 (bis zu 166 Passagiere) werde binnen sechs Monaten gerechnet.

"Das ist ein historischer Moment für Bombardier. Jahre voller Anstrengungen und zielgerichteter Zusammenarbeit gipfeln in diesem stolzen Moment", sagte Fred Cromer, Präsident von Bombardier Commercial Aircraft. "Wir bringen die einzige neue Flugzeugfamilie für 100 bis 150 Sitze in fast 30 Jahren auf den Markt, das ist eine herausragende Leistung. Die C Series eröffnet neue Möglichkeiten für ihre Betreiber und bietet herausragende wirtschaftliche Effizienz, technische Leistungen und Umweltwerte. Sie setzt den neuen Standard im Standardrumpfmarkt."

Mit 6112 Kilometern liegt die Reichweite der CS100 rund 650 Kilometer höher als berechnet. Das extrem leise Flugzeug kann auch auf kurzen Pisten starten und landen und soll laut Bombardier 20 Prozent weniger Kerosin pro Sitz als heutige Flugzeuge verbrauchen. Auch gegenüber seinen mit neuen Triebwerken nachgerüsteten Standardrumpfkonkurrenten liege der Verbrauchsvorteil immer noch bei zehn Prozent. CS100 und CS300 nutzen zu über 95 Prozent die gleichen Teile. Beide werden vom neuen Triebwerk Pratt & Whitney PurePower PW1500G angetrieben. Bombardier liegen derzeit 243 feste Bestellungen für Flugzeuge der C Series vor. Mit Kaufabsichtserklärungen kommt der kanadische Hersteller sogar auf Interessenten für 603 Flugzeuge.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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