19.09.2008
FLUG REVUE

19.9.2008 - Bombardier GrobBombardier lässt Learjet 85 nicht bei Grob bauen

Der kanadische Business-Jet-Hersteller Bombardier beendet seine Zusammenarbeit mit Grob Aersopace bei der Entwicklung des neuen Learjet 85.

Nach der ursprünglichen Vereinbarung wären die Protoypen des Learjet bei Grob in Tussenhausen-Mattsies gebaut worden. Die Zelle des konzipierten Learjet besteht aus Verbundwerkstoff, Grob verfügt über große Erfahrung auf diesem Gebiet.

Der Anlass für die Entscheidung Bombardiers ist das Insolvenzverfahren, das die Grob Aerospace GmbH im August beim Amtsgericht Memmingen angemeldet hat. In einer Stellungnahme bedauert Grob diese Entscheidung, akzeptiert sie aber, da "Bombardier das Notwendige tun müsse, um mit dem Programm im Zeitrahmen zu bleiben."

Der Learjet 85 wird der erste Bombardier-Jet sein, dessen gesamte Struktur aus Verbundwerkstoff besteht. Es wird außerdem der erste Business Jet mit einer solchen Struktur sein, der nach FAR Part 25 zugelassen wird. In der Produktfamilie wird er die Position zwischen dem Learjet 60 XR und der Challenger 300 einnehmen.

Angestrebt wird eine maximale Reisegeschwindigkeit von Mach 0.82 und eine Reichweite von 3000 NM (5556 km). Bombardier will die weitere Entwicklung des Flugzeugs und den Bau der Prototypen nun in eigener Verantwortung fortführen. Bombardier-Sprecher Leo Knaapen sagte, dass die Entscheidung keine Auswirkung auf den Erstflug und die Auslieferungen haben werde. "Wir stellen sicher, dass wir die Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden einhalten werden", so Knaapen. Bisher sah der Zeitplan eine Aufnahme des Flugbetriebs mit dem Learjet 85 bei Bombardiers "Flexjet"-Charterprogramm im Jahr 2012 vor. Die ersten Kunden sollen ab 2013 beliefert werden. (MS)



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