09.09.2014
FLUG REVUE

Dortmunder übernehmen französisches FlaggschiffDr. Peters Group verleast fünfte A380 an Air France

Air France wird ihren fünften Airbus A380-800 ab November 2014 an die deutsche Fondsgesellschaft Dr. Peters Group verkaufen und von dieser langfristig zurückleasen.

Air France Airbus A380 Start

Airbus A380 von Air France. Foto und Copyright: Air France/Michael Linder  

 

Die Dr. Peters Asset Finance GmbH & Co. KG Kapitalverwaltungsgesellschaft, ein Tochterunternehmen der Dortmunder Dr. Peters Group, habe die Verträge für den fünften Airbus A380-800 mit dem Leasingnehmer Air France unterzeichnet, teilte die Dr. Peters Group am Dienstag mit. Bereits zum 15. Mal investiere die Dr. Peters Group damit in einen Flugzeug-Sachwert.

Der Airbus A380-800 sei bereits im Juni 2014 an Air France ausgeliefert worden. Im November 2014 erfolge planmäßig die Übergabe als Leasingflugzeug. Mit Air France, die das Flugzeug weiterhin betreibt, werde ein langfristiger Leasingvertrag abgeschlossen. Die Rückgabe erfolge nach Ablauf der nicht genannten Leasingdauer in „Full-Life Condition“, also voll weiterverwendbar. Damit investiere die Dr. Peters Group bereits zum neunten Mal in das derzeit größte Passagierflugzeug, den Airbus A380-800.

„Wir sind sehr stolz, dass wir erneut die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Air France untermauern können und mit dem fünften Airbus A380 für eine der größten Airlines Europas nun die Hälfte ihrer A380-Flotte stellen“ sagte Anselm Gehling, Vorstandsvorsitzender der Dr. Peters Group, das aktuelle Investment. Die A380 bei Air France ist mit einer 4-Klassen-Konfiguration und 516 Sitzplätzen ausgestattet. 

Beim Dr. Peters Flugzeugfonds finanzieren rund 35.000 Anleger bisher 16 Flugzeuge von der Boeing 787-8 bis zum Airbus A380-800. Alle Dr. Peters Flugzeugfonds hätten mindestens ihre prospektgemäße Auszahlung geleistet, auch die vier Vorgängerfonds mit Air France liefen plangemäß, meldete das Unternehmen. Seit über 35 Jahren konzipiere, platziere und verwalte die Dr. Peters Group als eines der ältesten Emissionshäuser am Markt geschlossene Fonds in den Bereichen Flugzeuge, Schiffe und Immobilien. Das Portfolio umfasse inzwischen 142 Fonds mit einem kumulierten Gesamtinvestitionsvolumen von fast sieben Milliarden Euro und einem kumulierten Eigenkapital von rund 3,4 Milliarden Euro.

Das bei Airlines weit verbreitete Verfahren "Sale and Lease back" hat für die Fluggesellschaft den Vorteil, dass sie für ihr noch junges Flugzeug einen relativ hohen Preis erlöst. Statt der Finanzierungskosten eines Kredits für ein komplettes Flugzeug werden nur noch dessen monatliche Leasingraten fällig. Andererseits hat die Airline für Krisenzeiten kein "Tafelsilber" in Form einer eigenen Flotte mehr als Reserve zum Verkaufen oder Beleihen. Die meisten Airlines leasen deshalb nur einen Teil ihrer Flotte.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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