19.07.2013
FLUG REVUE

Dreamliner Brand: Notfallsender als UrsacheDreamliner-Brand: Notfallsender als Ursache?

Am 12. Juli 2013 kam es bei einer in London-Heathrow abgestellten Boeing 787-8 von Ethopian zu einem Brand. Die britische Unfalluntersuchungsbehörde AAIB (Air Accidents Investigation Branch) hat die mögliche Ursache ausgemacht.

Der Dreamliner mit dem Kennzeichen ET-AOP (Seriennummer 34744) trug Schäden im oberen Bereich des hinteren Rumpfes davon. Die AAIB-Behörde konzentriert ihre Ermittlungen auf den Notfallpeilsender, da sich die meisten und schwersten Schäden im Bereich dieses so geannnten Emergency Locator Transmitter (ELT) befinden. Laut AAIB gibt es am betroffenen Ort kein anderes System in der Nähe, das bei einem abgestellten Flugzeug ohne aktive Stromversorgung genug Energie für ein solche Feuer aufbringen kann. Der ELT in der 787 beinhaltet eine Lithium-Manganoxid-Batterie, um in einem Notfall unabhängig vom Flugzeug senden zu können. Noch ist unklar, ob das Feuer durch einen Fehler in den Batterien oder durch einen Kurzschluss entstanden ist. Der Sender (Modell RESCU406AFN) stammt von Honeywell. Die US-Firma hat rund 6000 Einheiten dieses Systems produziert, bei denen es gemäß AAIB noch zu keinem derartigen Vorfall gekommen ist. Am 18. Juli hat die Behörde zwei Empfehlungen an die FAA ausgegeben:  Der RESCU406AFN soll in der 787-Flotte vorübergehend deaktiviert werden, bis die genaue Ursache geklärt ist. Außerdem sollen Notfallsender mit Lithium-Batterien in anderen Flugzeugtypen überprüft werden.

www.flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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