19.11.2013
aero.de

Dubai Airshow 2013Neue Boeing 777X trifft auf ihre Zielgruppe

Rückblende: am 15. Oktober 1990 erteilte United Airlines den ersten Auftrag für die Boeing 777. Er umfasste 34 Flugzeuge. Im gleichen Jahr bestellte nur noch All Nippon Airways zwölf 777.

Bis zur ersten Auslieferung am 15. Mai 1995 hatte Boeing zehn Kunden von dem Flugzeug überzeugt und 114 Triple Seven verkauft. Dem Nachfolger 777X reichten zum Programmstart am Sonntag vier Fluggesellschaften, auf die sich 259 Aufträge und Kaufabsichten verteilen.

Bei der 777 waren in den frühen 1990er Jahren erstmals potenzielle Kunden eingeladen, eigene Ideen in die Entwicklungphase einzubringen. Die acht Mitglieder der "Working Together Group" (All Nippon Airways, American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Delta Air Lines, Japan Airlines, Qantas und United Airlines) kamen seit Januar 1990 zusammen, um über die 777 zu beraten.

Auch an der 777X lässt Boeing Fluggesellschaften mitarbeiten, der Kreis der Beteiligten ist aber überschaubarer geworden.

Den ersten Auftrag für die 777X vergab Lufthansa. Mitte September bestellten die Frankfurter - wie United Airlines bei ihrem Erstauftrag 1990 - 34 Flugzeuge. Die Eckdaten der 777-9X würden alle Anforderungen der Lufthansa erfüllen, unterstrich Lufthansa Flottenchef Nico Buchholz gestern auf der Luftfahrtmesse von Dubai. Dieses Statement war Boeing einen eigenen Tweet wert.

Seattle ist darauf bedacht, den Eindruck zu vermeiden, dass die 777X zu sehr von den drei übrigen Erstkunden aus den Golfstaaten beeinflusst wurde. Auf Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways verteilen sich seit Sonntag 225 Festaufträge und Kaufabsichten. Die Golfairlines stellen mit diesem gigantischen Auftragsvolumen sicher, dass die 777X zu allererst ihre Anforderungen unterstützt.


WEITER ZU SEITE 2: "Wallstreet Journal": Emirates und Qatar Airways haben Verhandlungspositionen abgestimmt

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