10.03.2009
FLUG REVUE

EADS Bilanz 2008EADS zieht Bilanz für 2008 - EBIT von 2,8 Milliarden Euro

Der EADS-Konzern hat im Jahr 2008 ein EBIT von 2,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich der Auftragsbestand auf mehr als 400 Milliarden Euro. Für Airbus erwartet das Unternehmen in diesem Jahr 300 bis 400 Bestellungen.

Nach eigener Einschätzung erzielte EADS im Jahr 2008 zufriedenstellende Ergebnisse und erwirtschaftete ein EBIT* in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Der Konzern profitiere von einer starken grundlegenden Performance und Währungseffekten, gleichzeitig stelle er sich Herausforderungen in kritischen Programmen, hieß es am Dienstag.

Der Auftragsbestand von EADS erreichte mit über 400 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Dank einer stärker als erwartet ausgefallenen Free-Cash-Flow-Entwicklung stieg auch die Nettoliquidität auf einen neuen Höchststand von 9,2 Milliarden Euro.

Im Hinblick auf die Krise sieht sich EADS in einer guten Ausgangsposition, auch wenn die Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2009 und darüber hinaus nur schwer einzuschätzen seien. Der Grund hierfür liegt in der Schwäche der Weltwirtschaft sowie der globalen Finanzmärkte, die sich zunehmend auch auf den internationalen Luftverkehr auswirkt.

„Wir haben eine ganze Reihe von Zielen erreicht: ein solides EBIT, eine herausragende Cash-Performance und entscheidende Fortschritte bei der Umstrukturierung unseres Unternehmens“, sagte der CEO von EADS, Louis Gallois.

„Obwohl das A400M-Programm enorme Aufmerksamkeit erforderte, hat der Konzern 2008 an Stabilität zurückgewonnen und seine Widerstandsfähigkeit in einem turbulenten weltwirtschaftlichen Umfeld unter Beweis gestellt. Unsere Branche steht 2009 vor großen Herausforderungen, aber wir können auf unsere hoch motivierten Mitarbeiter und unser ausgezeichnetes Produktportfolio zählen. Dank unseres großen und breit gestreuten Auftragsbestands sollten die Auslieferungen 2009 weiter auf hohem Niveau bleiben und uns entsprechenden Handlungsspielraum bieten. Liquiditätssicherung hat dabei höchste Priorität“, erklärte Gallois.

Der Konzern lieferte 2008 insgesamt 483 Flugzeuge aus - einschließlich zwölf A380 übergab Airbus 483 Flugzeuge an Kunden – mehr als je zuvor. Eurocopter erreichte mit 588 ausgelieferten Hubschraubern ebenfalls einen neuen Rekordwert.

EADS verzeichnete in allen Produktbereichen zahlreiche Aufträge: Airbus erhielt Netto-Bestellungen über 777 neue Flugzeuge, Eurocopter verkaufte 715 neue Hubschrauber. Dank eines guten Auftragseingangs – vor allem im Tankergeschäft – blieb der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft mit rund 55 Milliarden Euro stabil.

Das Jahr 2009 hat für EADS nach eigener Einschätzung mit einem uneinheitlichen Lagebild begonnen. "Der Blick auf das erste Halbjahr ist bei Airbus zufriedenstellend, danach aber nimmt die Unsicherheit zu", hieß es.

Die Bottom-up-Analyse von EADS baut auf dem Auftragsbestand auf und erfolgt vor dem Hintergrund der kürzlich getroffenen Entscheidung, die Produktionsrate von Flugzeugen der A320-Familie ab Oktober 2009 auf 34 Flugzeuge pro Monat anzupassen; der Hochlauf im Bereich der Langstreckenflugzeuge wurde bei 8,5 Flugzeugen pro Monat angehalten.

Neben dem zivilen Auftragsbestand bietet der Auftragsbestand im Verteidigungs- und im Geschäft mit institutionellen Kunden dem Konzern eine gewisse Sicherheit und Stabilität.

EADS erwartet für das Jahr 2009 bei Airbus 300 bis 400 Brutto-Bestellungen. Ausgehend von einer stabilen Auslieferungserwartung und einem Dollarkurs von € 1 = US$ 1,39 sollte sich der EADS-Umsatz weitgehend auf dem Niveau von 2008 bewegen, hieß es.



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