25.07.2013
FLUG REVUE

Airbus A321 mit Sharklets: EASA erteilt Zulassung für CFM-VarianteEASA: Airbus A321 mit Sharklets zugelassen

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat die neueste Ausführung des Airbus A321 mit Sharklets an den Flügelspitzen zugelassen. Die Zulassung wurde zunächst für die A321-Variante mit CFM-Triebwerken erteilt.

Airbus A321 CFM Sharklets MSN5295 Hamburg

Der erste Airbus A321 mit Sharklets trägt die Werknummer MSN5295. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die erste A321 mit Sharklets und CFM-Triebwerken werde noch im September ausgeliefert und in Dienst gestellt, teilte Airbus mit. Die EASA-Zulassung im Juli sei im Zeitplan erfolgt. Die jeweils 2,4 Meter langen Flügelspitzenverlängerungen senken den induzierten Widerstand des Flugzeugs und damit den Kraftstoffverbrauch. Auf längeren Strecken und bei hohen Startmassen kann der Verbrauch um bis zu vier Prozent verringert werden. Außerdem verbessern sich die Steigflugleistungen. 

Bei Neuflugzeugen der A320-Familie werden Sharklets als Option angeboten. Alle neuen Flügel sind mittlerweile strukturell auf einen, auch nachträglichen, Sharklet-Anbau vorbereitet. Der Hersteller lässt derzeit alle Famlienmitglieder in allen Rumpflängen und Triebwerksvarianten nach und nach für dieses neue Ausstattungsdetail zu. Auch die A318 mit CFM-Triebwerken, nicht aber mit PW-Triebwerken, könnte, laut Airbus, auf Anfrage mit Sharklets geliefert werden.

Die A321 mit CFM-Triebwerken und die A319 mit CFM-Triebwerken haben bereits eine Sharklet-Zulassung. Außerdem liegt für die A320 mit CFM-Triebwerken und mit V2500-Triebwerken eine Zulassung vor. Die A319 und A321 in der Ausführung mit V2500-Triebwerken sollen ihre Sharklet-Zulassung im Lauf des Sommers erhalten.

Etwa die Hälfte aller neuen A320-Familienmitglieder, darunter alleine 20 neue Standardrumpfflugzeuge im Monat Juni, werden bereits mit Sharklets ausgeliefert. Insgesamt wurden bislang 82 Sharklet-Flugzeuge ausgeliefert. Die künftige Generation A320neo erhält Sharklets sogar serienmäßig.

Das jeweils verwendete Triebwerk ist für die Sharklet-Zulassung wichtig, weil auch die Software des Flight Management Systems an Bord des Flugzeugs an dessen nach der Sharklet-Installation veränderten Leistungswerte, zum Beispiel bei Startstrecke, Steigleistung und Verbrauch angepasst werden muss. Hierfür sind genaue Messungen erforderlich. Außerdem wird im Flug praktisch nachgewiesen, wie sich die Sharklet-Konfiguration im Einmotorenflug bei starkem Gieren verhält.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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