30.05.2014
FLUG REVUE

Bodentestlauf in MirabelTriebwerkspanne bei der CSeries-Erprobung sorgt für Flugstop

Bei einem Bodentestlauf in Mirabel gab es gestern einen „Zwischenfall“ mit dem PW1500G-Triebwerk. Die Prototypen des neuen Verkehrsflugzeugs müssen deshalb vorerst am Boden bleiben.

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Der vierte Prototyp der Bombardier CSeries CS100 kurz vor seinem Erstflug am 18. Mai 2014 in Mirabel. Foto und Copyright:  

 

Genaue Angaben zu dem Vorfall machte Bombardier in einer am Freitag herausgegebenen Mitteilung nicht. Es gibt aber Spekulationen, dass sowohl das Triebwerk als auch der Prototyp FTV1 beschädigt worden sind.

Man werden die Ursache des Schadens nun zusammen mit Pratt & Whitney untersuchen, so der kanadische Hersteller. Wie lange die CSeries gegroundet bleibt ist vorerst unklar. Weitere Verzögerungen in dem schon stark verspäteten Programm sind nicht ausgeschlossen.

Erst am 18. Mai 2014 war der Prototyp FTV4 von Mirabel bei Montreal aus zum Erstflug gestartet. Am Steuer war Captain Maurice "Moe" Girard. Zur Besatzung zählten auch First Officer Christophe Marchand sowie die Flugtestingenieure Dylan Hinton und James Maxwell.

Der Flug dauerte zwei Stunden und 56 Minuten. Dabei erreichte die Bombardier CS100 eine Flughöhe von 12500 Metern und eine Geschwindigkeit von 550 km/h. Der vierte Prototyp dient der Leistungsmessung und soll die Werte für Geschwindigkeit, Reichweite und Luftwiderstand validieren.

Damit fehlt nur noch ein fliegender Prototyp der CS100. Auch die CS300 soll bald die Erprobung aufnehmen. Gleichzeitig hat FTV 2 Kältetests im McKinley-Klimalabor in Florida abgeschlossen. Nun stehen Versuche bei hohen Temperaturen an.



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