25.06.2014
FLUG REVUE

Luftfahrtbehörde gegen kommerzielle DrohnennutzungFAA präzisiert Drohnen-Zulassungsgrundsätze

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA bleibt bei ihrer abwartenden Haltung gegenüber dem kommerziellen Einsatz von Drohnen. Ein neues Grundsatzpapier der Behörde verbietet kommerzielle Lieferflüge und den Verkauf von Fotos, für die Drohnen genutzt werden.

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Die "Octocopter"-Drohne von Amazon Prime Air könnte eines Tages Nahbereichsauslieferungen eiliger Paketsendungen übernehmen. Die Test-Nutzlast befindet sich in der braunen Plastikbox. Foto und Copyright: Amazon Prime Air  

 

Die von der FAA veröffentlichten Regeln dürften auch die durch das Versandhaus Amazon als Lieferservice "Prime Air" in Ballungsräumen geplanten Drohnenflüge bis auf weiteres verhindern. Seit 2007 verbietet die FAA kommerzielle Drohnenflüge. Im März hatte ein US-Gericht dennoch kommerzielle Drohnenflüge gestattet, da die FAA eine vorgeschriebene Anhörung nicht durchgeführt habe. Die FAA hat gegen die Freigabe Einspruch erhoben.

Die neuen Regeln für den Einsatz von "Modellflugzeugen" (FAA) untersagen jegliche Lieferflüge gegen Gebühr, die Luftbildflüge über Feldern, um die Bewässerungslage aufzuklären, den Verkauf von durch Drohnen erstellten Fotos und Kunstflugvorführungen durch Drohnen gegen Gebühr. Alleine die Bereiche "Erholung und Hobby" sind nach jetziger FAA-Lesart für die nichtkommerzielle Drohnennutzung zulässig.

In den USA hat nach einer Reihe von Zwischenfällen mit Drohnen die öffentliche Debatte über deren Einsatz Fahrt aufgenommen. Erst in der vergangenen Woche hatte die US-Nationalparkverwaltung jegliche Drohnenflüge in ihrem Bereich untersagt. Die amerikanische Webseite Arstechnica meldete, von den Einschränkungen seien mittlerweile auch Journalisten und gemeinnützige Organisationen betroffen, wobei letztere die Drohnen für Such- und Rettungsaufgaben einsetzen. Amazon hatte erklärt, den geplanten Lieferservice mit Paketdrohnen zunächst rein technisch erproben zu wollen. Man wolle für den Fall einer später erwarteten Drohnenzulassung technisch für deren Einsatz gewappnet sein.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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