21.08.2015
FLUG REVUE

Sicherheit des Flugverkehrs immer häufiger gefährdetFAA warnt vor Zwischenfällen mit Drohnen

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat vor einer steigenden Zahl von Zwischenfällen mit Kleindrohnen berichtet. Immer häufiger gerieten die Kleinfluggeräte in Konflikt mit der bemannten Luftfahrt.

FAA Schild No Drone Zone

Die amerikanische Luftfahrtbehörde warnt vor illegalen Drohnenflügen in der Nähe von großen Flugzeugen und in gesperrten Lufträumen. Foto und Copyright: FAA  

 

Die von Piloten gemeldeten Zwischenfälle mit Drohnen seien im vergangenen Jahr von 238 im Gesamtjahr 2014 auf 650 bis zum 9. August 2015 dramatisch gestiegen, meldete die FAA. Der Drohnenbetrieb in der Nähe von Hubschraubern und Flugzeugen sei gefährlich und illegal. Man werde die unerlaubte Nutzung von Drohnen verfolgen und streng bestrafen, auch mit Haft. Alleine im Monat Juni 2015 hätten Piloten 138 gefährliche Drohnenbegegnungen in Flughöhen bis zu 10000 Fuß (3000 Meter) an die FAA gemeldet. Im Juli seien 137 Meldungen eingegangen. Teilweise hätten Löschflüge eingestellt werden müssen weil unautorisierte Drohnen im gleichen Luftraum unterwegs waren.

Die FAA setze ihre Informationskampagne fort, um Drohnenbetreiber über die Regeln für den Flugbetrieb zu informieren. Man werde aber mit den Polizeibehörden zusammenarbeiten, um Verstöße zu verfolgen. Es gebe hierzu bereits dutzende Verfahren. Die FAA bitte die Öffentlichkeit, unerlaubte Drohnenflüge zu melden.

Die "Washington Post" hatte am Donnerstag berichtet, die FAA halte eine Liste geheim, die zahlreiche Drohnenflüge in Sperrgebieten verzeichne. In hunderten Fällen seien Drohnen in die Lufträume von Flughäfen oder in Anflugbereiche eingedrungen. Es bestehe längst ein ernsthaftes Kollisionsrisiko mit Verkehrsflugzeugen. Die Zahl der Drohnen-Zwischenfälle habe sich zum Vorjahr verdreifacht.

Schon seit dem vergangenen Jahr baut der Drohnenhersteller DJI in alle seine in den USA verkauften Drohnen ein sogenanntes "Geofencing"-System ein, mit dem die Drohne per GPS ständig ihre Position feststellt und gesperrte Lufträume automatisch umfliegt. Diese Ausrüstung für Drohnen soll in den USA zur Pflicht werden.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Brennstoffzellen sollen die Luftfahrt grüner machen Brennstoffzellenflugzeug HY4 fliegt

19.12.2016 - Wenn es nach dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geht, ist die viersitzige HY4 nur der erste Schritt auf dem Weg zu größeren Passagierflugzeugen. … weiter

FLUG REVUE-Reihe: Faszination Drohnen (6) Erste Drohne im Linienverkehr

15.12.2016 - Am Mittwoch hat in der französischen Provence die weltweit erste, kommerzielle Liniendrohne ihren Dienst aufgenommen. Der elektrische Hexacopter bringt zunächst einmal wöchentlich Pakete zu einem … weiter

FLUG REVUE-Reihe: Faszination Drohnen (5) Drohnenschwarm als Werbeträger

12.12.2016 - Drohnen ziehen viele Blicke auf sich. Kein Wunder, dass Unternehmen dies für Werbung nutzen möchten. … weiter

FLUG REVUE-Reihe: Faszination Drohnen (4) Volocopter VC200 - Die bemannte Drohne aus Deutschland

09.12.2016 - Mancher träumt davon, eine simple Quadcopter-Drohne zum manntragenden Lufttaxi zu vergrößern. Der deutsche Volocopter VC200 setzt dagegen auf ein redundantes Konzept mit mehr Rotoren, die … weiter

FLUG REVUE-Reihe: Faszination Drohnen (3) Drohneneinsatz im Rettungsteam

08.12.2016 - Drohnen gibt es in unterschiedlichsten Größen und mit unterschiedlichsten Fähigkeiten. Lockheed Martin ließ jetzt solche Drohnentypen im Verbund ein Feuer löschen, eine Person aufspüren und diese in … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App