30.07.2013
aero.de

FAA: Zahl der Durchstartmanöver in SFO gestiegen

Der schwere Landeunfall von Asiana Airlines am Flughafen von San Francisco lässt andere Piloten besonders vorsichtig werden.

Bruchlandung_Boeing_777-200_Asiana (3) (jpg)

Die ausgebrannte Boeing 777 liegt neben der Bahn. Foto und Copyright: NTSB  

 

Nach der Bruchlandung der Boeing 777-200ER HL7742 am 06. Juni sei die Zahl der abgebrochenen Anflüge auf SFO in die Höhe geschnellt, teilte die amerikanische Luftfahrtaufsicht FAA mit. Die FAA empfiehlt Piloten ausländischer Airlines bei ihren Landungen in San Francisco satelliten- oder bodengestützte Anflughilfen zu nutzen.

Auf zwei Landebahnen müssen einfliegende Maschinen wegen Wartungsarbeiten aber noch bis 22. August auf die Gleitwegsender verzichten. Durch die Arbeiten am ILS fällt die wichtige Anflughilfe in San Francisco bereits seit dem 01. Juni aus.

Die Piloten des verunfallten Asiana-Flugs 214 hatten daher einen visuellen Anflug auf die Landebahn 28L durchgeführt. Was laut Augenzeugen zunächst nach einer normalen Landung aussah, endete in der Katastrophe. Nach ersten Erkenntnissen der Unfallermittler des NTSB kam die Boeing zu tief und deutlich zu langsam rein.

Eine gute Sekunde vor dem Unfall wollten die Piloten nach Auswertung der Voice Recorder den missglückten Anflug noch abbrechen und durchstarten. Das Flugzeug streifte möglicherweise dann aber bereits mit dem Fahrwerk einen Wall vor der Landebahn und geriet außer Kontrolle.

Ein Amateurvideo, das vom US Fernsehsender CNN veröffentlicht wurde, zeigt die letzten Momente des Anflugs und den Unfall. Das Bildmaterial wird derzeit weiter vom NTSB ausgewertet. Bei dem Unglück von San Francisco kamen drei Menschen ums Leben, zahlreiche wurden verletzt.

aero.de / Dennis Dahlenburg


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