16.07.2013
FLUG REVUE

Londoner Dreamliner-Brand: ELT-Notsender wird untersuchtFeuer in parkender 787: War der ELT-Notsender beteiligt?

Bei der Untersuchung des Brandes in einer parkenden Boeing 787 am Londoner Flughafen Heathrow wird nun auch ermittelt, ob der ELT-Notsender des Flugzeugs und seine Lithium-Mangan-Batterie eine Rolle gespielt haben könnten.

Laut übereinstimmenden britischen Presseberichten hat die Untersuchungsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) im Rahmen ihrer Ermittlungen auch Honeywell eingeladen, sich an der Untersuchung des Zwischenfalls zu beteiligen. Honeywell ist unter anderem der Hersteller des "Emergency Locator Transmitters" (ELT) der 787. 

Der Brand in der parkenden Boeing 787 von Ethiopian Airlines war in jenem Dachbereich ausgebrochen, in dem auch der batteriegepufferte Notsender und seine Antenne untergebracht sind. Der wasserdichte und stoßgeschützte Notsender funkt im Falle eines Absturzes, völlig unabhängig vom Stromnetz des Flugzeugs, automatische Positionsangaben an die Rettungsmannschaften.

Die Ursache des Brandzwischenfalls ist bisher noch nicht klar. Unklar ist auch, ob der Brand im Bereich der hinteren Bordküche entstand und sich erst anschließend auf den Dachbereich, in dem der ELT-Notsender installiert ist, ausbreitete. Laut Honeywell ist bei den seit 2005 zertifizierten Notsendern noch nicht ein Fall einer Selbstentzündung bekannt geworden.

Das AAIB teilte mit, das die Untersuchung des in einem Hangar geparkten Flugzeugs noch mehrere Tage andauern werde. Im Bereich des hinteren Rumpfes seien schwere Schäden durch das Feuer entstanden. Bisherige Spuren deuteten nicht darauf hin, dass es einen direkten, kausalen Zusammenhang mit den Batterien der Hilfsgasturbine (APU) oder der Hauptbatterie des Dreamliners geben könnte. Die Brandschäden seien in einem räumlich getrennten Bereich aufgetreten.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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