05.01.2016
FLUG REVUE

Absturzbilanz 2015Fliegen wird sicherer

Die Absturzbilanz des Jahres 2015 zeigt, dass das Fliegen trotz tragischer Unglücke statistisch weiterhin sicherer wird.

A320-Stimmrecorder Germanwings 2015

Der Sprachrekorder der A320-211 von Germanwings wurde beim Absturz in den französischen Alpen beschädigt (Foto: BEA).  

 

Trotz mehrerer tragischer Abstürze im vergangenen Jahr zeigt die Sicherheitsstatistik 2015, dass das Fliegen weiterhin sicherer wird. Mit 16 Abstürzen von Verkehrsflugzeugen und 560 Toten sei das Jahr 2015 das sicherste nach Zahl der Unfälle und das fünftsicherste nach Zahl der Opfer, meldete die nichtkommerzielle Webseite "Aviation Safety Network" (ASN). ASN-Präsident Harro Ranter sagte: "Seit 1997 sinkt die durchschnittliche Zahl der Verkehrsflugzeug-Unfälle. Dies ist zum großen Teil sicherheitsbezogenen Maßnahmen der internationalen Luftfahrtorganisationen zu verdanken, darunter ICAO, IATA, Flight Safety Foundation und der Luftfahrtindustrie." Derzeit entfalle eine tödlicher Passagierunfall auf 4,8 Millionen Flugbewegungen. Weltweit erfasst wurden Passagierflüge mit Flugzeugen ab 14 Sitzen.

Zwei der 16 Unglücksflugzeuge wurden von Airlines betrieben, die bereits auf der "Schwarzen Liste" der EU standen. Das schwerste Unglück ereignete sich am 31. Oktober als ein Metrojet Airbus A321 über dem Sinai mit 224 Insassen abstürzte. Dieses Unglück wird auf eine Bombe an Bord zurückgeführt. Am 24. März war außerdem ein Germanwings-Airbus A320 mit allen 150 Insassen abgestürzt. Dieses Unglück wird auf einen Selbstmord des psychisch erkrankten Ersten Offiziers zurückgeführt. Laut ASN-Sicherheitsstatistik gab es nur in den Jahren 1988, 1983 und 1985 mehr Tote durch Flugzeugunglücke in Zusammenhang mit Sabotage, Abschüssen und Pilotenselbstmord.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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